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Mein halbes Jahr an der Gold Coast

Mit dem Abschied von meiner Familie zu Hause habe ich erst angefangen zu realisieren was ich mir da vorgenommen hatte ...

Ein halbes Jahr in Australien - am anderen Ende der Welt, ganz auf mich alleine gestellt und das auch noch bei fremden Leuten, so weit weg von zu Hause! Ich habe mich wirklich gefragt, warum ich das eigentlich mache und ob ich das überhaupt will.

Nach einer tränenreichen Verabschiedung und einem ziemlich langen Flug war es dann endlich soweit: Ich war in meinem Gastland angekommen und würde schon ganz bald meine Familie kennenlernen! Meine Zweifel und Ängste waren mittlerweile vergessen und ich war einfach nur noch super aufgeregt.

Dort angekommen wurde ich herzlichst empfangen und der erste Eindruck war echt gut! Natürlich hat es etwas Zeit gebraucht, bis man sich eingelebt hatte, aber von da an habe ich mich total wohl gefühlt! Ich hatte ein super Verhältnis zu meiner Gastfamilie - ich habe bei einem Ehepaar gewohnt, das regelmäßig Austauschschüler aufnimmt. Auch in dem halben Jahr, das ich da war, waren noch andere Austauschschüler da, aber auch das war gar kein Problem, obwohl ich vorher meine Zweifel hatte. Ich schreibe immer noch total viel mit meiner Gastmutter und der Besuch nach dem Abi steht auf jeden Fall auch schon fest!

Gelebt habe ich 10 Gehminuten vom Strand entfernt, in einem Haus mit Pool und allem Drum und Dran und Menschen, die inzwischen zu meiner zweiten Familie geworden sind. Noch dazu bin ich auf eine Schule direkt am Strand gegangen, die Miami State High School, und hatte Fächer wie Kochen. Für das Fach Sport sind wir auch das eine oder andere Mal einfach zum Strand gelaufen um surfen zu gehen. Auch außerhalb der Schule ist so gut wie kein Tag vergangen, an dem ich nicht am Strand oder wenigstens irgendwo im Pool war.

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Der Strand war mein zweites Austauschzuhause!


Es war echt total spannend, mal so einen anderen Tagesablauf und vor allem auch so einen anderen Lebensstil miterleben zu dürfen. Und es stimmt tatsächlich was ich vorher so gehört habe: die Aussies sind unglaublich entspannt und offen! Da wird man auch einfach mal so von Fremden auf der Straße angequatscht und redet über alles Mögliche, und nein, das ist ganz und gar nicht komisch! Auch mit seinen Lehrern über Probleme zu reden, ist ganz normal!

Angefangen bei einer Reise nach Sydney über den verzweifelten Versuch, Surfen zu lernen bis hin zu etlichen Besuchen in Tierparks, Freizeitparks und dem Abklappern aller verschiedener Strände und Städte in der Nähe habe ich versucht, alles mitzunehmen und so viele Erfahrungen wie möglich in einem halben Jahr zu sammeln.

Und auch jetzt noch fast ein Jahr, nachdem ich wiedergekommen bin, fühlt es sich total irreal an. Es kommt mir so vor, als hätte ich all das gar nicht erlebt und ich habe wahrscheinlich immer noch nicht alle Erlebnisse verarbeitet.

Je mehr Zeit vergeht, desto mehr wird mir bewusst, was für eine unglaublich tolle Zeit ich in Australien an der Gold Coast hatte und was für unglaubliche Erfahrungen ich gesammelt habe! Daher danke ich auch an ODI für diese wunderbare Zeit!

Am Ende war der Abschied in Australien fast noch schlimmer und ich wäre am liebsten noch viel länger geblieben und auch jetzt vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht an diese Zeit zurück denke und gerne zurück würde.

Ich kann es jedem nur empfehlen, die Chance zu nutzen und ein Austausch zu wagen!

Lotta

(Austauschsemster Juli - Dezember 2014, ODI)

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