Wie geht's dir jetzt?

Ich hatte ja, als ich mich gemeldet habe Ferien. Ich weiß nicht, was ich all die zeit falsch gemacht habe, aber seit dem ersten Schultag nach den zwei Wochen Ferien habe ich auf einmal Freunde gefunden. Besser gesagt, ich kann mich fast gar nicht so arg zerreißen. Nach eine halben Jahr!
Ich glaube aber es ist ziemlich normal, dass so was (diese Art von "Mid year crisis") relativ normal ist. Ich habe auch mit einer anderen Freundin, die vor einigen Jahren für 3 Monate in Australien war geredet. Sie hatte ein ähnliches Problem und hat mir de Tip gegeben, dass sie nach einiger Zeit gemerkt hat, dass sie mit den Leuten, mit denen sie immer rumgehangen hatte, ganz andere Interessen hatten als sie. Und dass sie, nachdem sie das realisiert hat, sich einfach nach Leuten umgesehen hat, die ihr ähnlicher sind. Und so hat sie echt gute Freunde gefunden.
Ich verstehe schon, WIE lernt man "solche" Leute kennen. Ich glaube, man muss sich einfach zwingen, mehr zu unternehmen. Und über den eigenen Schatten springen um Leute zu fragen, ob sie Lust hätten was mit dir was unternehmen. Und wenn's nicht klappt..? Nimm's nicht persönlich. Passiert und es ist eine gute Übung um später mal damit umzugehen. Und siehs doch mal so, du hast doch zuhause echt gute Freunde, du hast noch ein zweites "richtiges" Zuhause mit einer Familie, die dich echt liebt. Siehst als Übung. Sieh diesen Austausch als Übung für's Leben. Und wenn die Übung nicht so geht, wie du willst, dann machst auch nix, du hast was gelernt und bist an den Schwierigkeiten gewachsen. Das Leben geht weiter.
Denk einfach immer an den Rückhalt, denn du aus Deutschland/ Österreich/ Schweiz von deiner Familie und deine Freunden hast. Sieh es einfach als zweite Chance auch wenn die erste nicht ver*** ist.

Auf was für einer Schule bist du denn? Auf einer (semi-)Privatschule?

Ich wünsche dir alles Gute und ich würde mich freuen, wenn du noch zurückschreiben könntest, wies dir jetzt geht Zwinker
Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen helfen konnte (du hast mir auch irgendwie geholfen Zwinker)
Liebe Grüße,
Livia

Auf diesen Beitrag gibt es eine Antwort:
vom 31.7.2014 01:35
S. S.

Oh das freut mich so für dich :)

Hey,
mein Komitee wollte mich eigentlich nach Hause schicken Ohnee Daher musste ich in die Hauptstadt wechseln und bin jetzt seit Montag hier. Von der Familie bei der ich bleibe, bekomme ich zu hören, dass es mit mir wie mit einer Stummen ist, was mir sehr zu schaffen macht, weil ich eben nicht so der "Hallo hier bin ich"-Typ bin, sprich ich fange an zu reden, wenn ich mich wohl fühle mit den Menschen und ich bin auch nicht so diejenige, die gerne ein Gespräch anfängt. Ich denke, die kommen damit einfach nicht klar. Ich habe mich jetzt wirklich bemüht, mit einem Dauerlächeln durch die Gegend zu laufen, weil mir das sehr oft gesagt wurde, aber es hilft nichts Ohnee Nun klar ich habe sehr viel gelernt auch gerade über die Menschen in Deutschland: Ich hatte damals einen wunderschönen Abschied und viele in meiner Klasse haben Anteilnahme gezeigt, was ich nicht erwartet hätte. Außerdem bekomme ich immer wahnsinnig viel moralische Unterstützung aus Deutschland, auch von Leuten, mit denen ich manchmal mehr und manchmal weniger zu tun hatte oder auch von jemandem, mit dem ich mich zuhause meistens nicht verstanden habe. Habe einfach gelernt dafür so wahnsinnig dankbar zu sein und ich weiß jetzt, dass ich niemals hier leben würde, einfach weil die meisten Menschen nicht mit mir klarkommen, in Deutschland dafür habe ich einen Platz und die Menschen akzeptieren und lieben mich so wie ich bin. Schade, dass ich mir das falsche Land ausgesucht habe, aber im Leben kann ja nicht immer alles richtig laufen. Vielleicht, wenn ich es irgendwie schaffe möchte ich noch bis Oktober oder so bleiben, um immerhin den Ort sehen zu können, auf den ich mich so gefreut hatte, bevor ich hier hin kam (die Iguazu-Wasserfälle im Norden) und wenn nicht, weiß ich, dass ich zumindest von einer Freundin schon sehnsüchtig vermisst und erwartet werde. Außerdem brauche ich noch etwas Zeit, um mich vorzubereiten darauf, was mich in Deutschland erwarten wird. Schließlich war ich dann eine Zeit weg und es hat sich eine Menge geändert.
Es freut mich wirklich, dass du Freunde gefunden hast und am Ende, bevor ich aus der Stadt musste hatte ich auch eine ganz tolle Freundin und die Schule war eigentlich ganz toll, wenn ich mir das so recht überlege. Es war schon eine staatliche Schule, aber eben speziell mit musikalischer Bildung und so.
Fühlst du dich besser in deiner Familie?
Liebe Grüße
Sophie

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