vom 14.1.2015 15:33
A. T.

Weitere Lösungsvorschläge

Hallo Caro,

wir sind erschüttert über deine Ausführungen.

Wir bedauern sehr, wenn es bei deinem Freiwilligendienst mit deinen Gastfamilien zu Konflikten gekommen ist, möchten jedoch darauf hinweisen, dass sich sowohl AFS Panama als auch AFS Deutschland seit deiner ersten Kontaktaufnahme ununterbrochen um deine Belange gekümmert und dir bereits Lösungsvorschläge unterbreitet haben. Wir hätten uns gewünscht, dass du deinen Vorwurf der sexuellen Belästigung gegenüber AFS äußerst. Denn sobald auch nur ein solcher Verdacht im Raum steht, werden unsere Teilnehmer umgehend aus der Gastfamilie heraus genommen und anderweitig untergebracht. Auch wird bei uns niemand auf die „Straße gesetzt“, wie du schreibst. Wir können dir nur Alternativen anbieten, was wir wiederholt getan haben, die du aber abgelehnt hast. Ebenso war es deine eigene Entscheidung, die gebotene Verpflegung abzulehnen und dich anderweitig zu verpflegen. Du arbeitest in einem Projekt für unterernährte Kinder. In unseren Projektländern gibt es große Probleme mit Armut, Mangelernährung und vielem mehr. Auch wenn wir nicht immer den Komfort in Bezug auf Unterbringung und Verpflegung bieten können, den unsere Teilnehmer aus Deutschland gewohnt sind, sorgen wir stets für ihre Sicherheit und nehmen ihre Sorgen ernst. Deshalb sind wir auch in beiden Ländern 24 Stunden telefonisch erreichbar.

Wir würden uns freuen, wenn du dich dafür entscheidest, über unsere Vorschläge nachzudenken und bitten darum, trotz deiner Unzufriedenheit, sachlich zu bleiben. Deine persönlichen Ansprechpartner versuchen weiterhin dich zu erreichen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Melde dich gerne auch jederzeit bei uns.

Freundliche Grüße

Dein AFS-Team

beitragkette.gif Auf diesen Beitrag gibt es eine Abfolge von 2 Antworten, ohne dass sich die Diskussion "verzweigt". Deshalb können gleich alle angezeigt werden:
vom 26.6.2015 11:48
K. W.

Liebe Caro: Recht hast Du! Und liebe AFS-ler: Nicht tadeln, sondern stärker: Helft Caro,denn Sie ist von Euch abhängig. Macht es nicht noch schlimmer!!! Sonst hat sie noch SHER LANGE daran zu leiden!!!!

Liebe Caro,
es tut mir sehr leid, dass Du diese Erfahrung machen musstest!! Ich schreibe Dir vor allem deshalb, weil ich eine ganz ähnliche Erfahrung mit AFS gemacht habe und Dir Mut zusprechen möchte. Ich war schon vor vielen Jahren - 1990/91 - mit AFS im Ausland und zwar in Mexiko. Ich habe ein ganzes dreiviertel Jahr in einer Familie gelebt, in der ich von Anfang an verbalen sexuellen Übergriffen ausgesetzt war. Das ganze steigerte sich und erst nach einem tätlichen Übergriff durch den Gastvater fand ich bei AFS Mexiko insofern Gehör, als dass ich eine neue Gastfamilie erhalten habe. Aber: Ich musste mich bei meiner alten Gastfamilie entschuldigen (!!!) und auch nicht den wahren Grund für den Wechsel nennen. AFS-Hamburg wiederum hat das ganze vor meinen Eltern herunter gespielt. Zurück in Deutschland habe ich das Erlebte mehrfach schriftlich AFS-Hamburg geschildert und NIE eine Antwort erhalten!!! NIE!!!
Sicherlich: Es ist schon einige Zeit her und heute geht man sensibler mit dem Thema um. Aber offenbar noch lange nicht sensibel genug! Als Austauschschülerin hast Du Dich enorm mutig gezeigt. Denn Du hast die Stimme für Dich erhoben und Dich gewehrt! Bleib dabei! Aber: Es ist NICHT DEINE AUFGABE, Dich zu schützen. Das die die Aufgabe von AFS-Panama, AFS-Deutschland, Deinen Eltern und eigentlich auch Deiner Gastfamilie. Du hast alles Recht der Welt, diesen Schutz einzufordern!!! Geschieht das nicht, so ist es Missbrauch. Um so schlimmer, dass AFS auf diese Art antwortet.
Ich kann Dir nur sagen: Ich leide noch immer unter dem erlebten. Und zwar erheblich. Das schlimmste ist: Keiner hat das Unrecht, dass ich erlitten habe, gesehen und gewürdigt! Kümmere Dich gut um Dich! Du HAST massives Unrecht erlitten und das muss gehört werden. Insbesondere von Deiner Austauschorganisation!! Fordere Hilfen ein!! Und lass Dir nicht einreden, Du seiest selber Schuld oder Du hättest etwas besser machen können. Sicher: Wenn wir uns anders verhalten, dann verläuft eine Geschichte vielleicht auch anders. Aber deswegen sind wir noch lange nicht Schuld! Du musst entlastet werden und nicht belastet. Das hast Du verdient. Mutig genug warst Du bereits!
Liebe Grüße und viel Kraft,
Katharina

vom 26.6.2015 16:08
A. T.

Antwort von AFS

Liebe Katharina,

dein Bericht macht uns sehr betroffen.

Es tut uns leid von deinen Erfahrungen zu hören und dass du von AFS Hamburg damals keine Antwort erhalten hast.

Wir stimmen dir zu, dass es sehr wichtig ist, die Stimme zu erheben und fordern unsere Teilnehmer inzwischen ausdrücklich dazu auf, sich bei uns zu melden. Alle Teilnehmer erhalten dazu einen spezifischen Ansprechpartner genannt.

Wenn du noch das Bedürfnis hast, mit uns darüber zu sprechen, stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung: www.afs.de/kontakt.html

Herzliche Grüße

Das AFS-Team

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