vom 16.10.2020 12:26
J. K.

Was tun?

Hallo J. K.,
wir sind noch immer in der schwierigen Situation,entscheiden zu müssen, ob wir unser Kind Ende Dezember für ein Schulhalbjahr (Start Anfang Januar)in die USA schicken. Mit unserer Organisation Global Youth Group sind wir höchst unzufrieden, da sie in den meisten Fällen entweder gar nicht oder nur nach mehrmaliger Anfrage eher unkonkrete und widersprüchliche Informationen geben. Ihrer Meinung nach steht einem Austausch nichts im Wege. Hätten wir nicht bereits eine Platzierung erhalten und Kontakt zu der wirklich sehr netten und fürsorglichen Familie in einem äüßerst ländlichen Gebiet mit offenen Schulen erhalten, hätten wir schon längst gekündigt.
Nun haben wir nach Absprache mit unserem Anwalt festgelegt, bis Mitte November abzuwarten, um dann ggf den großen Restbetrag zu überweisen oder zu kündigen. (Auf diese Nachricht haben sie erstaunlich schnell reagiert... und zugestimmt.) Die Entscheidung wird jedoch wahrscheinlich auch nach der Wahl wegen der Steigenden Fallzahlen nicht viel einfacher sein.
Seid Ihr zufrieden mit Eurer Entscheidung Eurer Kind zu schicken? Uns plagt halt die Sorge, im Notfall nicht ins Land gelassen zu werden).
Viele Grüße

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vom 17.10.2020 18:16

Vermutlich

Würden wir u mit den aktuellen Erfahrungen dagegen entscheiden. Liegt aber mit unter an der schlechten Arbeit der Organisation, welche böse gesagt lügt, dass sich die Balken biegen und hier in Deutschland falsch oder gar nicht informiert ist und kaum bis nie antwortet. Unser Sohn ist von knapp 8 Wochen die effort ist bisher 8 Tage in der Schule gewesen, die bereits 3 Wochen vor Anreise und somit mit der zwingenden Quarantäne bei Ankunft weitere zwei Wochen, also ingesamt 5 Wochen vorher bereits gestartet hat. Währen die Organisationen 10 Monate berechnet wird das bafög entsprechend um 1 Monat gekürzt.
Die Quarantäne wird sobald eine positiv getestete Kontaktperson festgestellt wird für 14 Tage angesetzt. Auch ein negativer Test nach ein paar Tagen kann diese nicht aufheben. Wir waren der irrsinnigen Annahme der negative Test und keine Symptome könnten die Quarantäne verkürzen. Dass dem nicht so ist, mussten wir mit den USA kommunizieren. Hier in Deutschland wurde uns gesagt sie könne verkürzt werden (man wollte sich nochmals melden... darauf warten wir heute noch in der dritten Quarantäne trotz negativem Test).

Auch ist genau das eingetroffen was wir befürchtet hatten. Unsere Einwände, dass eine alleinstehende Gastmutter abgelehnt werden dürfte, wurde widersprochen mit frechen Floskeln wir hätten gefälligst flexibel zu sein, sollten froh sein dass wir einen Platz bekommen hätten und man hätte kein „Wahlrecht“.
Nun sitzt der Junge seit Wochen in der häuslichen Quarantäne mit einer ganztags berufstätigen Gastmutter, deren Sohn nur selten zu Besuch ist und dank online schooling ebenfalls arbeiten und somit nicht mit zur Schule geht. Das alles in einem Ort am Ende der Welt ohne öffentliche Verkehrsmittel. Die nächste Stadt ist ohne Auto nicht zu erreichen und in 8 Tagen Schule hat man noch nicht wirklich Kontakte geknüpft. Es herrscht beidseitige Unzufriedenheit, weil unser Sohn nur in seinem Zimmer sitzt, wozu er laut Gastmutter nicht in den USA sitzen müsste/würde. Er versteht die Erwartung nicht, Leute kennen lernen zu sollen oder etwas zu unternehmen wenn das Gesundheitsamt sagt „nur wichtige Arztbesuche“ erlauben es das Haus zu verlassen. Entsprechend geht er der Gastmutter aus dem Weg. Diese hat nun genug davon, dass er seine „Möglichkeiten“ nicht nutzt und will ihn nicht mehr beherbergen. Nun muss also eine neue Familie gefunden werden. Wenn sich innerhalb 14 Tage keiner im gleichen Ort findet, wird wieder in allen Staten gesucht, muss ein Inlandsflug gebucht/gezahlt werden, Schule gewechselt, ggf. Sportgebühren gezahlt werden um am Ende vielleicht wieder zu 80% oder mehr in Quarantäne zu sitzen.
Zudem merkt man unserer Meinung das fehlende Vorbereitungsseminar. Es wurde in dem 30 Minuten Zoom Meeting hauptsächlich Corona besprochen (was wenn man erkrankt). Die andere Mentalität und ähnliches wurde nicht einmal angesprochen. Das trägt in unserem Fall zu schlechter Kommunikation bei, da schnell vieles als undankbar und unhöflich gewertet wird und so aber auch nicht angesprochen wird.Wir können dann nur versuchen im Nachhinein wieder zu vermitteln, obwohl der Kontakt eigentlich wenig gehalten werden sollte und auch gar nicht so einfach ist (Zeitverschiebung und Co). Im „Handbuch“ steht man soll nicht diskutieren, das führt bei uns nun wie erwähnt zur Vermeidung jeglicher Konversation trotz der Schwierigkeiten.

Nachdem hier in Deutschland schon die ersten Arbeiten geschrieben wurden und alle Seminare bereits laufen, würde das Jahr bei Abbruch des Austausches höchstwahrscheinlich trotzdem wiederholt werden müssen. Deswegen will unser Sohn eigentlich drüben bleiben. So wie es derzeit läuft hat es kaum mit einem „Austausch“ zu tun und ist eigentlich Geld, Zeit und Nerven Verschwendung.

Es gibt hier soweit ich es gelesen habe aber auch positive Erfahrungen. Vielleicht gibt es hierzu auch noch einmal Rückmeldung!?
denk

Kann nur empfehlen eine pro und contra Liste zu machen und unter Betracht aller Eventualitäten zu entscheiden. Vielleicht auch noch mal mit den Gasteltern absprechen, was ist wenn Quarantäne verordnet wird etc.

Vielleicht auch nochmal alle Szenarien mit dem Anwalt besprechen (was paw. wenn abgebrochen werden müsste o.ä)

Viele Grüße

vom 28.10.2020 17:28
A. H.

Rückmeldung Texas

Hallo,

da Ihr Euch noch entscheiden müsst, hier eine kurze Rückmeldung unserer Tochter bzw von uns. Sie fühlt sich in Texas sehr wohl. Vor Betreten der Schule wird Fieber gemessen, im Unterricht herrscht auch Maskenpflicht. Sie ist einer sehr ländlichen Gegend mit ganz wenigen Fällen. Kontakte waren trotz anfänglicher Quarantäne sehr schnell geknüpft. Sie fühlt sich sehr wohl und hat uns jetzt schon nach einem Studium in den Staaten gefragt. Das beschreibt wohl alles.

Grüsse und viel Glück bei Eurer Entscheidung

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