vom 12.12.2017 11:06
S. S.

Unglückliche Tochter im Austauschjahr

Liebe Eltern anderer Austauschschüler,

meine Tochter ist seit Anfang August in den USA. Leider hat sie sich von Anfang an in der Gadtfamilie nicht wohlgefühlt. Die Gasteltern arbeiten viel und sind selten zu Hause. Die Gastschwestern verbringen ihre freie Zeit lieber mit ihren Boy-Friends. Sie zeigen keinerlei Interesse an meiner Tochter. Auch in der Schule findet sie keinen Anschluss. Die meiste Zeit verbringt sie alleine.

Die Coordinatorin hat sich trotz mehrfacher Nachrichten meiner Tochter, erst nach vier Monaten bei ihr gemeldet. Die Organisation in Deutschland hat zwar immer ein offenes Ohr und ist sehr freundlich, aber es passiert nichts. Nach über vier Monaten sieht meine Tochter in einem Familienwechsel ihre letzte Chance auf ein doch noch erfolgreiches und schönes Austauschjahr. Leider stellt sich die Organisation quer.

Was kann ich als Mutter in Deutschland tun?

Über Antworten von Eltern ehemaliger Austauschschüler würde ich mich sehr freuen.

beitragabfolgen.gif Auf diesen Beitrag gibt es 3 direkte Antworten:
vom 12.12.2017 19:31
K. V.

Kopf hoch

Hi,
Was sind den die genaueren Probleme bei der Gastfamilie?
Bei einigen Organisationen kann man naemlich nicht einfach so ohne schwerwiegende Probleme wechseln. Ich wuerde ihr empfehlen einem Sport oder Club nach der Schule beizutreten, da findet man schnell Anschluss. Man kann sich die Zeit auch gut vertreiben wenn man ins Fitnesstudio geht oder einfach mal joggen. Das wichtigste ist aber das sie immer offen auf die leute zugeht.
Das wird schon Thumb up

vom 14.12.2017 10:45
J. P.

Nicht locker lassen!!

Zwar bin ich keine Mutter, verbrachte aber letztes Jahr in Amerika. Als ich Ihren Beitrag gelesen habe, musste ich direkt an mich denken. Ganz alleine in der USA, bei einer Familie konnte ich keinen Anschluss finden. Zwei pubertierende amerikanische Mädchen im Haus, die mir kaum einen Blick würdigten. 7 Monate habe ich mich über meine Gastfamilie beklagt, ohne Hilfe der Organisation zu erhalten. (ausser nutzlose Tipps)
Nach 7 schrecklichen Monaten, platze mir der Kragen. Ich wollte nach Hause, kein Ausweg mehr, keine super Tipps der Organisation mehr.
Stinkesauer habe ich mich bei der Organisation gemeldet. Ich und meine Eltern haben meiner Organisation mitgeteilt, dass ich in einer Woche abreisen will. Und dann ging alles ganz schnell. Innert 10 Tagen fand man mir eine neue Familie. Nach zwei Wochen konnte ich schon umziehen.
Meine letzten 3 Monate verbrachte ich bei einer wundervollen Familie. Meine Gastschwester, zwar 2 Jahre jünger als ich, konnte mich in der Schule und in ihren Freundeskreis integrieren.
Zieht die Konsequenzen. Droht mit einem Abbruch und dadurch eine schlechte Bewertung der Organisation. Schlechte Bewertungen können die Organisationen nicht gebrauchen.
Manchmal muss man seinen "gutes Benehmen" vergessen und Klartext reden.
Ich kann nicht einschätzen, wie die Organisation Ihrer Tochter reagieren wird. Aber das ist die Erfahrung, welche ich gemacht habe und bei meiner Organisation (AFS) geholfen hat. Ich hoffe sehr, dass Ihre Tochter Hilfe erhalten wird!

vom 17.12.2017 17:59

Eigeninitiative ergreifen

Hallo,

das die Gastfamilie viel arbeitet kann m.E kein Grund für das Unwohlsein sein, dadurch ermöglicht die Gastfamilie auch erst den Austausch.

Das die Tochter weder einen Anschluss an die Töchter der Gastfamilie noch einen Zugang zu den Mitschülerinnen in der Klasse findet, zeigt, dass Sie da ein wenig mehr Eigeninitiative ergreifen sollte. Solche sozialen Kontakte dauern und gehen nicht von heute auf morgen und sind keine Bringschuld der Gasteltern.

Die Gastfamilie kann da nichts dafür, sondern Deine Tochter muss selbst aktiv werden und auch bemühen. Dann klappt das von ganz alleine.

Probleme die einen Wechsel rechtfertigen sind das n.E definitiv keine. Die Gastfamilie ist nicht fürs Freunde finden verantwortlich. Die Familie ermöglicht erst den Aufenthalt, arbeitet dafür viel und hat m.E auch etwas Anpassung und Wertschätzung verdient.

Sorry für die klaren Worte, wir dürfen m.E bei all der Diskussion das soziale Engagement im Ehrenamt nicht vergessen.

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