Und noch ein Entwicklungsbericht für YFU

Ja, ich habe hier ja jetzt schon einige solche Entwicklungsberichte gelesen und mir meine Meinung gebildet.
Jetzt endlich bin ich auch fertig.
Aber ich glaube ich habe dadrin zu Persönlich und genau geschrieben. Vielleicht auch zu umgangssprachlich. Ich kann das nicht so einschätzen und würde mich freuen wenn jemand außenstehendes sich das mal durchliest und was dazu schreibt.
Verbesserungsvorschläge oder Verbesserungen...
Ich würde mich echt darüber freuen, wenn ihr mir helft! :)

Also hier:

Mein Name ist Anna-Lena *** und ich bin am 22.12.1995 in *** geboren. Dort wuchs ich bis zu meinem 5. Lebensjahr auf.
Zuerst war mein Vater ( Jörn, 41) alleinverdiener, doch später hat auch meine Mutter ( Astrid, 38) angefangen zu arbeiten und ich kam öfters bei einer Tagesmutter unter.
Mit 3 Jahren kam ich in den Städtischen Kindergarten ***, wo ich 2 tolle Jahre erleben durfte an die ich mich heute noch gerne zurückerinnere.
Doch im Dezember 2000 sind wir, bedingt durch die Arbeite meines Vaters, nach Itzehoe gezogen.
Dort ging ich noch 1 Jahr in den “****” Kindergarten. In diesem Jahr habe ich eine meiner besten Freundin kennegelernt, zu der ich noch immer regelmäßig Kontakt habe, obwohl sie mittlerweile in Dänemark lebt.
Im Sommer 2011, also mit 6, wurde ich in der “Grunschschule Fehr-Schule” Itzehoe eingeschult.
Auch dort konnte ich meinen Freundeskreis schnell erweitern. Ich habe mich tapfer durchgeschlagen und letztendlich eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen.

Doch zwischendurch kam ein wichtiger Wendepunkt in meinem Leben ins Spiel:
Leider litt meine Mutter damals an schweren Depressionen, von denen ich auch einiges mitbekommen habe. Das hat das “idyllische Kleinfamilienleben” ziemlich in Schwanken gebracht und irgendwann verbrachte sie ihre gesamte Zeit nur noch im Krankenhaus.
Im Sommer **** war es denn soweit – meine Eltern ließen sich scheiden, einfach aus dem Grund, da mein Vater damit überfordert war, sich um uns beide zu kümmern.
Meine Mutter fand einen neuen Mann im Krankenhaus und lebt seit dem mit ihm und ihrer gemeinsamen Tochter Angelina (5) zusammen. Und dank Tabletten geht es ihr auch wieder besser. Ab und zu fahre ich sie besuchen.
Die Scheidung meiner Eltern hat mich damals ziemlich erschüttert, doch ich hab mich sehr schnell davon erholt. Mir wurde auch von Seiten meine damaligen Klassenlhrerin gesagt, dass ich dieses Ereignis ziemlich gut verkraftet habe.
Mein Vater hingegen hat das schon schwerer mitgenommen als mich, so dass er eine Zeit lang selber Depressiv wurde.
Doch das legte sich nach 1-2 Jahren wieder und nun läuft es wieder gut.

2006 kam ich dann auf die ****** , ein Gymnasium der Stadt Itzehoe.
Ich bin Teil eines kleinen Freundeskreis, mit denen ich wirklich alles machen kann.

Früher war ich ein ziemlich schüchternes Mädchen, doch in den letzten 5 Jahren ist mein selbstbewusstsein enorm gestiegen, und daran sind nicht zuletzt meine Freunde “schuld”. Auch der Unterricht und meine Lehrer haben einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich so bin ich heute heute bin. Und dafür bin ich jedem einzelnen sehr dankbar.

Anfang Juli diesen Jahres sind wir denn, nochmal Arbeitsbedingt, nach Norderstedt gezogen. Seit diesem Schuljahr gehe ich auf das Gymnasium *****.
Und schon jetzt, nach erst 3 Wochen Schule, von denen ich wegen einer Grippe seit einer Woche zu Hause bin, habe ich einige Leute gefunden, mit denen ich mich richtig anfreunden kann.
Zuerst viel mehr dieser Umzug sehr sehr schwer. Meine Freunde, meine Schule, meine Stadt in der ich alles und jeden kannte, einfach zurück zu lassen.
Doch ich bleibe stark und integriere mich in dieser völlig neuen und fremden Umgebung denke ich ziemlich gut.
Dieses Ereignis jetzt, hat mir auch eine große Sorge des Austausches genommen, nämlich mich auf was völlig anderes einzustellen und das gewohnte hinter mir zu lassen, denn ich habe gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist, wie man zu Erst denkt.

Schon früh wurde ich zur Selbsständigkeit erzogen, besonders dadurch, da mein Vater schon lange ganztags arbeitet und ich somit oft und lange zu Hause war/bin. Ich habe mich schon in der Grundschule oft um Sachen aus dem Haushalt gekümmert, mehr als andere Kinder in meinem Alter, einfach weil es getan werden musste.
Und mit der Zeit kam immer mehr dazu und mittlerweile kümmere ich mich neben der Schule und meinen Freizteitaktivitäten um eigentlich den gesamten Haushalt; damit habe ich so gut wie keine Probleme.

Ich bilde mir zu vielen Themen meine eigene Meinung und habe auch oft kein Problem damit, das auszusprechen, was ausgesprochen werden muss.
Ich habe es nicht anders gelernt, und finde auch, dass das ein ziemlich wichtiger Punkt ist.

Ein weiterer wichtige Punkt in meinem Leben spielt die Musik. Mein Musik Geschmack entspricht nicht ganz das, was Mädchen in meinem Alter normalerweise hören.
Im Allgemeinen höre ich nicht das was momentan in den Cahrts ist und im Radio rauf und runter gespielt wird.
Durch meinem Vater bin ich schon früh auf die Metal Musik gekommen.
Aber auch Rock und Klassiker aus den 80iger zählen zu meinen Favoriten. (Dadurch hoffe ich, dass ich in eine Familie komme, die das nicht stört, was ich höre.)
Seit dem besuchte ich schon einige Festivals und Konzerte und sammelte neue Erfahrungen.
Selber habe ich vor ca. Einem virtel Jahr angefangen Akkustik Gitarre zu spielen und es macht mir große Freude.
Vorher habe ich mich auch in Flöte und Kyeboard verucht, aber Gitarre ist einfach merh “mein Ding”.

Ich habe in meinem Leben einige Sportarten betrieben. Angefangen beim Kindertunen.
Später wollte ich etwas “außergeöhnliches” machen und bin so auf Judo gekommen. Diesen Sport habe ich dann auch 2 Jahre lang ausgeübt, habe eine Gürtelprüfung absolviert und an einigen Wettkämpfen teilgenommen. Doch irgendwann verlor ich das interesse daran. Dann habe ich mich mit 2 meiner Freunde zum Hip-Hop Tanzen angemeldet (warum ist mir heute noch nicht klar), das habe ich aber schnell wieder aufgegeben, da es mir einfach keinen Spaß gemacht hat, und ich die Musik sowieso nicht so toll fand.
In der 3. Klasse habe ich dann in einem Schwimmverein angefangen, meine restlichen Abzeichen (Bronze,Silber,Gold) gemacht und 2 Jahre leistungsschwimmen zu absolvieren. Zwischendurch habe ich ich aufgehört, in der 6. aber wieder angefangen und bin nochmal 1 Jahr zum Leistungsschwimmen gegangen. Doch irgendwann fehlte uns leider das Geld den Verein zu bezahlen, und ich musste aufhören.
Das ist auch der Grund, wieso ich mit 12 anfing mit einer Freundin Zeitung auszutragen (ca. 1 Jahr lang) und mich zu einem Babysitting Kurs der Familien Bildungsstädte anzumelden, den ich auch gemeistert hab.
Bis zu meinem letzten Umzug habe ich jede Woche auf den kleinen Bruder einer Freundin aufgepasst. Da er Hyperaktiv ist, war es oft ziemlich nervenraubend aber eigentlich macht es mir großen Spaß mit kleinen Kindern was zu unternehmen und sie zum lachen zu bringen.
Letztes Jahr habe ich, weil ich das Geld brauchte, 2 mal Wöchentlich Prospekte und abonierte Zeitschriften ausgeteilt, was mich oft den letzten Nerv gekostet hat, da das wirklich kein Zuckerschlecken war, und meistens kam ich erst später am Abend wieder nach Hause. Ich habe dann wieder aufgehört, weil sich das einfach nicht richtig ausgezahlt hat, und ich die Zeit effektiver nutzen wollte.

Wen ich auf keinen Fall unerwähnt lassen möchte sind meine Großeltern! (Eltern meines Vaters).
Ich verdankn ihnen soviel! Sie haben uns damals, nach der Scheidung geholfen, und dazu beigetragen, dass es meinem Vater schnell besser ging, auch damit ich dadrunter nicht so viel leide.
Sie sind unglaublich nett und versuchen mir wirklich alles möglich zu machen: Sie haben meine Konfirmations Feier geplant und ausgerichtet, mir meine Gitarre bezahlt und überhaupt finde ich dort immer ein liebes Ohr mit dem ich über alles und jeden reden kann. Wer weiß, vielleicht wäre ich ohne die ein völlig anderer Mensch? Ich bezweifel dass nicht. Sie haben jetzt schon soviel für uns getan und uns soviel ermöglicht, dass ich sie jetzt nicht auch noch mit dem Finanzierungsproblem des Austausches Belasten möchte, besonders weil bei ihnen das Geld auch nicht gerade in Strömen fließt.
Außerdem habe ich durch meiner Oma, die in Norwegen geboren und aufgewachsen ist, einen besonderen Draht zur Skandinavischen Kultur. Ein großteil meiner Verwandten wohnt entweder in Norwegen oder Schweden, und es vergeht eigentlich kein Jahr, in dem ich nicht mindestens einmal dort oben war.
Die sind alle total aufgeschlossen und super freundlich. Allgemein haben Skandinavier ein anderes Temprament als wir Deutschen. Was ich oft auch wegen meiner Oma zu spüren bekomme; sie meint ich habe einen großen Teil dieser Offenheit und Freundlichkeit geerbt, worüber ich mich wirklich freue. Und ich versuche das auch so oft wie möglich zu zeigen.

Zu meinen Aktivitäten in der Freizeit zähle ich einmal die “typischen Teenager Hobbys” wie Freunde treffen, gemeinsam was unternehmen, sei es Bowling, Strand und Schwimmbad Besuche, Trampolin springen, Skaten, oder einfach nur miteinander “abhängen”. Ich versuche mich auch gerne im Zeichnen, was zwar nicht immer so wird wie ich es mir vorgestellt habe, aber es hat einen gewissen charme. Außerdem Puzzle ich gerne.
In meiner Freizeit beschäftige ich mich zusätzlich dem Gitarre spielen und Musik hören, gerne mit Computer Technik und Informatik. Mich fasziniert die ganze Technik und Arbeit die hinter sovielen Sachen(Computerspielen, Roboter etc.) steckt, die von außen nicht immer ersichtlich ist. Schon in der grundschule habe ich angefangen mich für das Innenleben eines Computers zu interessiern und an einer Computer AG teilgenommen. In den letzten paar Jahren, kam dann auch noch das Software Technische dazu.
Letztes Schuljahr wurde eine Computer AG von dem vater meines Freundes an meiner alten Schule angeboten. Natürlich habe ich keine Sekunde gezögert und mich sofort dafür angemeldet. Wir trafen uns ofiziell 1x Wöchentlich um uns mit der Wartung und Reperatur der Schulcomputer in allen Bereichen zu beschäftigen.
Da ich aber wegen meinem Freund auch oft bei meinem Lehrer zu Hause war, haben wir uns auch außerhalb der Schulzeit mit der AG beschäftigt.

Wo wir bei bei 2 meiner Lehrer angekommen sind, die mir besonders ans Herz gewachsen sind. Durch die oben beschrieben Computer AG, habe ich meinen Freund, des Sohn des Lehrers kennengelernt, der öfter mal mit vorbei kam, obwohl er auf eine andere Schule geht.
Seine Eltern sind beide Lehrer an meiner alten Schule. Sie haben mir auch oft geholfen wenn ich in der Schule Probleme hatte oder eine Art persönlichen Vertrauenlehrer brauchte.
Dadurch bekam ich auch ein besseres Verständis für unser Schulsystem und mich hat immer mehr interessiert, wie es denn in anderen Ländern so ist. Was kann man mit Deutschland vergleichen? Was ist total unterschiedlich? Wie sind die Lehrer an einer typischen High-School? Strenger? Oder doch lockerer als hier?
Durch diese Fragen hat sich der gedanken eines Schüleraustausches, der bereits in meinem Kopf herumschwirrte, aber noch keinen richtigen Platz gefunden hatte, erst verfestigt.
Ihnen habe ich also sozusagen zu verdanken, dass ich gerade diesen Text schreibe und hoffe, dass ich angenommen werde!

Ich habe mich jetzt letztendlich für ein Auslandsaufentalt in USA entschieden zum einen um meine Englischfähigkeiten zu verbessern, meinen Horizont zu erweitern, neue Kulturen und fremde Sitten kennzulernen aber auch um selber zu spüren, was schon so viele Austauschschüler berichten und weitergeben.
Ich hoffe wirklich, dass ihr mir die Mlglichkeit gebt, mir diesen Traum eines Austausches zu verwirklichen!




Dankeschön! :)
LG
Anna-Lena

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Schon ein guter Anfang!

Hey du,
dein Entwicklunsberict ist wirklich sehr umfangreich und vom Sprachstil schön zu lesen!
Jetzt noch ein paar kleine Tipps:
- überprüfe es noch einmal gründlich auf Rechtschreibfehler;)

-""Leider litt meine Mutter damals an schweren Depressionen, von denen ich auch einiges mitbekommen habe. Das hat das “idyllische Kleinfamilienleben” ziemlich in Schwanken gebracht und irgendwann verbrachte sie ihre gesamte Zeit nur noch im Krankenhaus.
Im Sommer **** war es denn soweit – meine Eltern ließen sich scheiden, einfach aus dem Grund, da mein Vater damit überfordert war, sich um uns beide zu kümmern.
Meine Mutter fand einen neuen Mann im Krankenhaus und lebt seit dem mit ihm und ihrer gemeinsamen Tochter Angelina (5) zusammen. Und dank Tabletten geht es ihr auch wieder besser. Ab und zu fahre ich sie besuchen. ""

-> diesen Absatz würde ich noch einmal überdenken, es ist natürlich wichtig hineinzuschreiben, dass deine Eltern sich trennten, jedoch ist die genaue Krankengeschichte deiner Mutter doch eher privat und muss nicht unbedingt in deinem Entwicklungsberucht stehen

-ersetze einige "total's" durch das Wort sehr, es ließt sich schöner und lässt es ein wenig reifer wirken (das problem hatte ich aber auch:) )

-"oder einfach nur miteinander “abhängen” "

-> würde ich nicht mit hinein nehmen, da du schon viele Aktivitäten aufgezählt hast und es evt. ein falsches Licht auf dich werfen könnte

-"Da ich aber wegen meinem Freund auch oft bei meinem Lehrer zu Hause war, haben wir uns auch außerhalb der Schulzeit mit der AG beschäftigt. "

-> Deinen Freund musst du auch nicht wirklich in deinen Entwicklungsbericht mit hinen nehmen, vlt. bietet es sich an zu schreiben, dass du durch Freundschaften und großem Interesse auch außerhlab der Schule in dem Projekt gearbeitet hast


Hoffentlich konnte ich dir mit dem bisschen Kritik helfen.
Ich wünsche dir ganz viel Glück bei deiner Bewerbung!

...du wurdest doch bestimmt nicht im Sommer 2011 eingeschult:)

Diskussionsübersicht
6.9.2011
Anna-Lena I. 2012/13
Und noch ein Entwicklungsbericht für YFU
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