vom 22.10.2016 14:05
A. D.

Transgedner

Alsoo, ganz genommen wurde ich noch nicht, ich bin kuz gesagt beim anfang erst nach japan zu kommen TwT
Jedefalls ist meine frage... Ich bin transsexuelle (Von Mädchen zu Junge) Und dies ist nunmal meine allller größte Angst das die mich deshalb nicht nehmen oder es daher komplikationen gibt .____. Ich will einfach das ausnahmsweise alle gut läuft, und es soll nicht an meinem Geschlecht scheitern traurig Ich nehme noch keine Hormone, und auf den Papieren bin ich noch ein Mädchen (wenn ich genommen werde was ja noch etwas dauer würde und der Flug stattfindet würde ich dann schon Hormone bekommen). Dennoch sehe ich optisch wie ein Junge aus und werde von Fremden imer mit 'ER' angesprochen. Ich gehe zurzeit nur in Therapie, und das ein halbes Jahr lang, ich wäre froh wenn ihr mir Tipps geben würdet, danke >-

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Mach dir deswegen nicht so viele Gedanken

Hey,
bei welcher Organisation hast du dich denn beworben oder willst du dich bewerben? Ich denke nicht das eine Organisation dich ablehnen nur weil du Transgender bist, ich glaube auch dass Japan zwar in der Hinsicht noch ein wenig hintendran hängt aber es gibt trotzdem viele dort denen das egal ist und die dich "Er" nennen werden/würden. (obwohl du ja noch biologisch gesehen ein Mädchen bist) hast du denn bei deiner Bewerbung angegeben dass du bald ein Junge wirst etc?

// Hoffe ich konnte dich ein wenig ermutigen x3 ! //
Ich gehe selber nächstes Jahr im März mit der YFU nach Japan+++

Viel Glück dir!

vom 30.10.2016 17:55
S. L.

Nur Mut!

Hallo :),

Erstmal Respekt an dich, dass du zu dir stehst und dich als das akzeptierst, was du bist.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung bezüglich der japanischen Kultur, aber ich glaube, dass sie weniger streng ist, als zum Beispiel die chinesische.
Du solltest auf jeden Fall mit offenen Karten bezüglich deines Geschlechts spielen. Sag deiner Organisation, dass du ein Junge bist und frage nach, ob dies eventuell ein Problem bei der Wahl der Gastfamilie werden könnte. Ich würde zum Beispiel anmerken, dass ich auch als Junge vermittelt werden möchte (man weiß ja nicht, wie groß das Hintergrundwissen der Organisation bezüglich dieses Themas ist).

Ich glaube allerdings nicht, dass du große Probleme bekommen wirst. Natürlich ist Japan eventuell etwas weiter zurückgeblieben, aber andererseits gibt es dort bestimmt auch Leute, die dich akzeptieren werden, so wie du bist.
Ich hoffe, dass du ein wunderschönes Jahr in Japan verbringst und sende dir liebe Grüße aus Kanada :)

Es gibt Unterstützung

Hallo AD,
schön, dass du diesen Schritt gehen möchtest. Deine Geschlechtsidentität soll deinem Austauschjahr nicht im Wege stehen. Du bist auch nicht der (ich weiß nicht, welches Pronomen zu bevorzugst - du sagst "transsexuelle", möchtest aber Junge werden) erste, der diesen Schritt wagt. Aus AFS heraus (große gemeinnützige Austauschorganisation) hat sich eine Gruppe queerer Menschen gebildet, die genau das unterstützen. Google mal nach queertausch oder schau auf deren Website: http://www.queertausch.de/queerTauschen.4878.0.html. Die können dir was den persönlichen/psychischen Teil angeht besser weiterhelfen als ich.

Organisatorisch gesehen gibt es glaube ich zwei Punkte, die du bedenken solltest: Zum ersten macht ein Austausch nur Sinn, wenn du psychisch belastbar bist. Es wird manchmal stressig, und am Anfang bist du vielleicht ziemlich isoliert. Eine verantwortungsvolle Organisation wird deshalb deinen Psychologen/Psychotherapeuten um eine Einschätzung dazu bitten (d.h. er/sie schreibt einen Brief und gibt das OK) - das ist z.B. bei YFU so. Das hat auch damit zu tun, dass du im Ausland ja nicht unbedingt einfachen Zugang zu therapeutischer Unterstützung hast, was auch an der Sprachbarriere liegt.

Zweitens sind leider nicht alle Menschen gleich offen. Das ist nicht speziell im LGBT-Bereich so: Deutsche Familien nehmen z.B. wesentlich lieber schwedische als asiatische Schüler auf, und bevorzugen Christen vor Muslimen. Anderes Beispiel: Die indischen Vorstellungen von Erziehung sind viel strenger als unsere, weshalb manche Austauschschüler da ohne ein Familienmitglied nicht vor die Tür dürfen. Ist doof, ändert sich aber nicht im Laufe von ein paar Monaten.

Es kann daher sein, dass sich bestimmte Länder für dich weniger eignen, weil die Erfahung ist, dass sie noch nicht reif für nicht-Standardgeschlechter sind. Ich rate dir also, dich nicht früh auf ein Land festzulegen, sondern für viele Regionen offen zu sein (z.B. sind Schweden oder Finnland da sicher weiter als Südafrika oder der mittlere Westen Amerikas).

Zuletzt: Sieh' deinen Weg nicht als Einschränkung. Es kann gut sein, dass sich eine Familie speziell einen transsexuellen Schüler wünscht, weil z.B. ein Gastgeschwisterkind den gleichen Weg geht.

Viele Grüße
Johannes

vom 10.11.2016 20:47
L. L.

Mir geht es genauso

Grüden wir eine What's App Gruppe?

vom 6.9.2018 22:34
F. P.

Keine Angst (Transgender ftm) Auslandsjahr

Das kommt jetzt warscheinlich um einiges zuspaet, aber fuer alle die sich in der selben Position befinden (Sprich Transgender sind):
Keine Angst!
Noch vor nem halben Jahr war ich voellig panisch, hatte Angst, dass mein ganzer Traum vom Auslandsjahr platzt, weil ich eben...ein er bin und nicht "sie".
Ich hatte mich ein halbes Jahr bevor ich ausreisen wuerde geoutet und dachte meine Orga wuerde mich rausschmeissen oder schlimmer, dass ich dieses ganze Auslandsjahr ein Maedchen spielen muesste.
Aber so kam es nicht.
Ich ging zum Friseur und kam mit einem kurzen Haarschnitt zuruck der zu mir passte.
Ich rief meine Austauschorganisation an und erklaerte ihnen alles.
Sie respektierte meinen neuen Namen und meine maanliche pronomen auf dem Vorbereitungsseminar,ich musste nicht in den Maedchenschlafsaal sondern bekam ein einzel Zimmer.
Ich nutzte die Zeit vor dem Flug zulernen wie ich mich maennlicher presentieren konnte.
Meine Organisation nutzte die Zeit um meinen Namen auf allen ihren Dokumenten so zu vermerken, dass niemand meinen alten deadname benutzen wuerde (Flugticket ausgenommen because my passport is not legally changed yet).
In Amerika angekommen, durfte ich beim 2 Seminar in Washington DC im Jungsschlafsaal sein und jeder sprach mich richtig an.
Aber es kommt noch besser.
Denn nun hier in den USA hab ich es geschafft, das meine Highschool meinen neuen Namen 100% akzptiert und nicht einmal von meinem alten Namen weiss. Generell wissen nur meine Gastfamily und der Direktor dass ich trans bin und ansonsten niemand. Ich kann also meinen Alltag wie alle anderen Jungs unter meinem richtigen Namen leben ohne dass irgendjemand in der Schule irgendwas von meinem "alten ich" weiss. Ausserdem konnte ich hier in Amerika meine Therapy fortsetzten und somit Testosteron bekommen, wenn ich zuruck nach Deutschland komme.
Ich weiss, dass es nicht unbedingt heisst dass das alles so rund fuer euch laufen wird aber glaub mir es wird nicht so schlimm werden.
Redet mit eurer Austauschorganisation, die sind wirklich offen und bemueht euch yu helfen, damit ihr euch selbst in Amerika sein koennt. Habt keine Angst selbstbewusst zu sein. Auch andere Austauschschueler werden warscheinlich ziemlich cool damit sein. Und wenn ihr es eurer Schule gut erklaert werden die euch sicher helfen euren Namen ueberall richtig zu haben.
Ich sage nicht dass es einfach wird, denn es ist ne menge arbeit.
Und ich sage auch nicht dass es nicht unangennehm wird (vorallem wenn die flughafen security euer Aussehen nicht mit dem passbild ubereinstimmen sieht).
Aber nur weil ihr Trans seit ist dass kein Grund kein Auslandsjahr zumachen.
Im gegentteil, es ist eine chance, denn in eurer neuen "heimat" wird keiner euren namen kennen.
Und ploetzlich werdet ihr euch wie ich, der noch vor einem halben Jahr ein veraengstiger Mensch war der mit beanies seine langen Haare versteckte, in boys basketball wiederfinden.
Traut euch und habt keine Angst

Euer friendly neigborhood transboy
PS> wenn ihr mich anschreiben wollt, mein Insta ist @disphoricneighborhoodtransboy (es ist meine englishe vent seite, also lasst euch nicht verschrecken und schreibt mir einfach per direkt auf deutsch)

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