Sehr geehrter Herr S.,

wir bedauern, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Sohn die Entscheidung getroffen haben, seinen Aufenthalt nach nur vier Wochen abzubrechen.

DFSR bereitet alle Schüler*innen von Beginn an - vom ersten Beratungsgespräch, über das Vorbereitungsseminar und im Handbuch darauf vor, dass ein High School Aufenthalt anders als der bisher gewohnte Alltag zu Hause sein wird und auch durchaus eine Herausforderung sein kann, bis man sich eingelebt hat. Offenheit gegenüber anderen Lebensumständen der Gastfamilie, die nicht der eigenen Lebensweise und Gewohnheiten entsprechen, werden vorausgesetzt. Für eine gewisse Zeit im Ausland zu leben, bedeutet, sich in den Alltag einer Familie zu integrieren und nicht umgekehrt. Das kann herausfordernd sein. Man taucht in die Kultur, die Eigenheiten, Vor- aber auch Nachteile eines Landes und seiner Bewohner*innen ein und sucht nicht nur die negativen Seiten im Vergleich zum Heimatland.

Austauschschüler*in zu sein heißt, dass man Teil einer Familie wird, ohne zu erwarten, dass man als Gast behandelt wird, dem man möglichst nur das Schöne zeigt. Jedes Jahr absolvieren unsere Schüler*innen erfolgreich ihren High School Aufenthalt. Alle Fotos in unserem Katalog und der Webseite zeugen davon und wurden uns von den Schüler*innen zur Verfügung gestellt. Viele erleben dabei auch Höhen und Tiefen, die es zu bewältigen gilt. Wir verschweigen diese Tatsache nicht, sondern ermutigen und unterstützenjeden, sich der Herausforderung zu stellen, positiv und offen gegenüber der neuen Lebenssituation zu bleiben. Dazu gehört auch, Dinge auf sich zukommen zu lassen und nicht voreilig zu bewerten oder aufzugeben.

Im Falle Ihres Sohnes hatte die Partnerorganisation nur wenige Tage nach Ankunft einem Gastfamilienwechsel zugestimmt. DFSR und die Partnerorganisation haben B.s Anliegen verstanden und entsprechend reagiert. Empfand Ihr Sohn die erste Gastfamilie als zu beschützend und kontrollierend, so wurde bei der zweiten Familie bemängelt, dass nun zu wenig Interesse seitens der Familie bestünde. Wir haben Ihren Sohn mehrmals versucht dahingehend zu ermutigen, sich selbst Zeit zu geben, um sich einzuleben und einen eigenen Alltag aufzubauen und von sich aus dahingehend Anstrengungen zu unternehmen. Entschieden von uns weisen wir, dass sich die Partnerorganisation und DFSR nicht ausreichend um die Anliegen Ihres Sohnes gekümmert hätten oder gar ein Versäumnis der Fürsorgepflicht vorlag. Ihnen liegen die Gesprächsprotokolle vor. Wir werden nicht weiter im Detail im Rahmen dieser Plattform auf alle erwähnten Punkte und haltlosen Unterstellungen eingehen.

Mit freundlichen Grüßen

DFSR

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