vom 2.7.2020 18:08
R. D.

PPP-Bewerbung Engagement

Hallo,
ich habe mich für das PPP-Stipendium beworben und auch schon von PPP Post bekommen. Meine Organisation ist Partnership International. Man soll zusätzlich zum Motivationsschreiben auch eine Art Lebenslauf zum Engagement einreichen. Also gesellschaftliches, soziales, politisches, kulturelles Engagement. Als Beispiel wurde das Amt eines Klassensprechers genannt.

Meine Frage ist jetzt: Was genau ist mit Engagement gemeint? Also klar ist für mich ja z.B. Schülersprecher. Kann ich dort auch meine Hobbys angeben? Oder z.b. die Konfirmation, bzw. der Unterricht dazu? Und zählen dazu auch die Zukunftstage?

Ich habe auch mal (von der Schule entschuldigt) bei einer Fridays For Futur Demostration teilgenommen. Kann ich das auch schreiben, es war ja quasi legal, oder ist es nicht so passend?

So dass wars erstmal, ich hoffe ihr könnt mir helfenZwinker
LGGrins

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PPP-Bewerbung Engagement

Hallo R.D.,
Hobbys kannst Du zwar im Motivationsschreiben auch angeben, um Dich zu beschreiben, aber mit Engagement ist noch etwas anderes gemeint. Nämlich alles, was Du freiwillig und unbezahlt für andere tust, und zwar möglichst regelmäßig. Also zum Beispiel ein Trainerjob in irgendeiner Sportart (das geht ja dann über ein normales Hobby hinaus). Aber auch etwas weniger formelles, zum Beispiel wenn Du öfter ins Altenheim gehst um den alten Menschen (nicht Deinen Verwandten) Gesellschaft zu leisten oder mit ihnen zu singen etc. oder wenn Du mal im Flüchtlingsheim in Deiner Stadt bei der Kleiderausgabe geholfen hast.
Konfirmationsunterricht gehört eher nicht zum Engagement, wenn Du unterrichtet wurdest. Falls Du selbst den Konfirmationsunterricht gegeben hast, natürlich schon Zwinker
Wobei Du natürlich die Tatsache, dass Du konfirmiert wurdest, durchaus im Lebenslauf erwähnen kannst - vor allem, wenn der/die Abgeordnete in Deinem Wahlkreis von der CDU oder CSU ist.
Eine einzelne FFF-Demoteilnahme ist jetzt nicht unbedingt so etwas Besonderes - erwähnen würde ich eher, wenn Du die Demo mitorganisiert hast. Wobei die Erwähnung der Teilnahme sicher auch nicht schadet, wenn in Deinem Wahlkreis dieses Jahr ein grünes Mitglied des Bundestages an der Reihe ist, über das PPP-Stipendium zu entscheiden. Dann wäre es auch egal, ob Du mit Erlaubnis der Schule teilgenommen hast.
Hast Du mal als Babysitter gearbeitet oder Nachhilfe gegeben? Das war dann zwar bezahlt, aber zeugt immerhin von sozialer Kompetenz.
Es gibt ja viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Greenpeace, Jugendfeuerwehr, Pfadfinder, kirchliche Jugendgruppen, Karnevalsverein, DLRG, Hunde ausführen und Einkaufen für die alte Nachbarin, und und und. Wenn Du bislang noch nichts derartiges gemacht hast, dann denk doch mal darüber nach, ganz unabhängig vom PPP. Das kann ja auch Spaß machen Smily
In jedem Fall würde ich irgendwo die Hobbys angeben, die mit anderen Menschen zu tun haben: Sport, Theatergruppe, Musikverein etc.
Ob Du zu Hause im Kämmerlein Briefmarken sammelst ist vermutlich nicht so interessant Smily

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