Nichts Neues

Erstmal vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Er deckt sich leider mit vielen anderen Berichten über die Jahre hier im Forum. Ich möchte das Verhalten einiger Anbieter einmal erklären. Vielleicht schafft das dann etwas mehr Nachvollziehbarkeit zu einem Teil des Marktes.


Die großen Unternehmensanbieter (insb. einige Mitglieder des "Deutsche Fachverband High School e.V.") versuchen in erster Linie Geld mit dem Schüleraustausch zu verdienen. Das heißt, jeder Gastfamilienwechsel ist ein unnötiger Kostenfaktor.

In den Qualitätsrichtlinien des Verbands steht folgendes:

"Es wird sichergestellt, dass Teilnehmer auf begründeten Wunsch die Familie wechseln können. Dabei wird ein Wechsel immer im Einzugsbereich der besuchten High School angestrebt, um bestehende soziale Bindungen zu erhalten."

Mehr steht dort zum Thema Familienwechsel nicht. Es wird zum Beispiel nicht erklärt, was "begründet" bedeutet oder was bei Nicht-Einhaltung der Richtlinien passiert. Somit sind das alles nur Absichtserklärungen.

Ein hauptsächlich profitorientierter Anbieter bietet nur Programmländer an, die besonders attraktiv für Deutsche ist. Bei DFSR sind das Englisch sprachige Länder plus Spanien, Italien, Frankreich, Skandinavien. Andere Länder die kostenintensiv sind, werden gar nicht erst angeboten.

Ein anderer Indikator für wirkliche Seriösität beim Thema "GF-Wechsel" ist ein Nicht-Angebot des Gastlandes Neuseeland. Andersrum gesagt: Wer Neuseeland anbietet handelt verantwortungslos!!! Das Land hat 5 Millionen Einwohner. Aus Deutschland kommen jedes Jahr hunderte Austauschschüler dort hin. Das funktioniert nicht, wenn man wirklich gute Gastfamilien aussuchen möchte und dann noch gute Wechsel garantieren will. In diesen Fällen sind die AT-Schüler den Anbietern egal. Sie wollen nur eine bestehende Nachfrage bedienen.

Auf diesen Beitrag gibt es eine Antwort:
vom 7.1.2022 17:11
A. S.

Negative Erfahrungen mit DFSR - nicht empfehlenswert

Hallo Elias,

danke für die Antwort! So sind leider die allermeisten Organisationen. Die Nachfrage nach einem Auslandsjahr ist sehr hoch und die begrenzten Plätze sind heiß begehrt. Die Qualität vieler Organisationen wird sich auch nicht so schnell ändern, solange die Nachfrage noch so hoch ist. Die Austauschschüler müssen selbst aktiv werden und ihre Probleme mit den Orgas öffentlich machen!

Diskussionsübersicht
31.8.2017
Anna S. Australien DFSR 2018/19
6.1.2022
Elias W. USA YFU-DE 2010/11
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