Nicht wieder

Halllo ihr,

ich wollte unbedingt auch mal meinen Senf zu der Organisation abgeben und kann sie leider alle andere als empfehlen.
Eigentlich sind sie sehr bemüht und freundlich das passende Angebot zu finden.
Meine Tochter (10) war elf Tage dort und freute sich riesig auf ihren Aufenthalt dort...
sie verreiste schon öfter mal alleine und ist alles andere als ein Heimweh Kind....
Es war ein deutlicher Reinfall. Man versicherte mir dass es sich um eine Lehrerfamilie handelt bei der sie wohnen würde....
Später stellte sich heraus, dass sie alleine bei einem deutschen Mann gewohnt hat, dessen Haus alles andere als sauber war....Ohnee
Er sprach zwar kein Deutsch mit ihr, aber es gab im Haus sehr viele Anzeichen dafür und den Nachbarn war er auch als Deutscher bekannt.

Sie hatte jeden Tag großes Heimweh und weinte viel. Mich anrufen durfte sie nicht.... Er hatte das Handy gleich versteckt
Ich hatte nur kurzen Kontakt mit dem Gastvater und er hielt es nicht für Nötig mir mitzuteilen dass es Probleme gab. Die Organisation bestätigte mir es sei alles in Ordnung...sie hatte nicht den Hauch einer Chance die Gastfamilie zu wechseln....
Sie musste also 7 Tage mit einem fremden Mann verweilen....Horror sag ich euch.
Er ließ zum Beispiel beim Pinkeln immer die Tür auf...er fuhr mit dem Auto wie eine Sau...und das beste ist , dass ich von den 300,- die ich mitgab keinen Cent zurückbekomme..diese waren für Sightseeing-.Touren vorgesehen...er unternahm viel mit ihr aber gab kein Geld dafür aus!!!!

Ich könnte hier noch vieles vieles schreiben...er bestätigte mir dann per Mail dass sie Heimweh hatte, aber als er sie fragte gab sie keine Antwort !!
Bitte ? Wie soll sich ein Kind denn verständigen, wenn es gerade mal ein paar Jahre Englisch in der Schule hatte??? Er hätte doch eh nichts unternommen...

Der Englisch Unterricht glich eher dem aus der deutschen Schule ...also von Lehrerqualität war nichts zu erkennen...dafür sollte ich aber 24 ,-pro Stunde bezahlen....

Zum Glück durfte sie die letzten drei Tage bei mehreren Familien mit Kindern spielen...das war wirklich toll , die irischen Familien sind aber auch sowas von herzlich...
Sie ist bei mehreren Familien nächstes Jahr sehr willkommen und darf dort für vier Wochen bleiben.......sie liebt Irland trotzdem...aber 1700,- sind definitiv aus dem Fenster geschmissen...
Auch die umliegenden Familien machten sich ein wenig Sorgen und fanden es komisch dass dieser Mensch angeblich schon mehrere Kinder betreut haben soll....
Ich werde sie nächstes Jahr auf jeden Fall begleiten für einige Tage und mir diesen Lehrer mal ansehen....
Für mich machte es den Eindruck, als wolle er nur schnell ans Geld kommen..alles andere war ihm egal.....


Ich möchte hier den Namen des Lehrers nicht erwähnen....aber wenn ihr noch mehr Infos wollt so schreibt mir doch mail to : patricia.schneidercib@web.de


Ich hatte der Organisation natürlich den kompletten Sachverhalt geschildert..die Antwort war nur : Sometimes it is possible that the chemsitry doesn't work !!!!
Other students were so happy there so far...
Er hat nicht dafür Sorge getragen dass sich die Chemie bessern könnte, ganz im Gegenteil....ich habe nichts dagegen wenn sich nur eine Person kümmert und als Lehrer fungiert....dieser Mensch hatte wirklich keinerlei soziale Kontakte zur Außenwelt....
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass andere Kinder sich da so wohlgefühlt haben sollen.....

beitragabfolgen.gif Auf diesen Beitrag gibt es 2 direkte Antworten:
vom 4.9.2010 15:16
M. G.

Lehrerhasser?

Hey dein Bericht klingt ja ziemlich durcheinander - ist das wirklich
die Mutter die das schreibt?
Mal so rum, und dann wider das konfuse gegenteil?
Gähn

Bist du Lehrerhasser? Hmmm

Was deine Tochter da erzählt haben soll, klingt so ähnlich wie
unsere kleine Französin, die hier meine Gastschwester war, in
den Osterferien.

Prinzesschen hatte sich hier in Osnabrück königlich amüsiert,
aber zuhause die reinsten Gruselmärchen verbreitet.

Jetzt weis ich, lag dann wohl auch daran dass ich immer die
Klobrille hochgeklappt lasse. Das regt ja meine Mutter auch
immer so herrlich auf Grins

Heimwehfaktor?

Liebe Patricia,

ich glaube dass du hier den Wald vor Bäumen nicht mehr siehts.
Wie es M.G. schon auf den Punkt gebracht hat, ist dein Bericht
sehr widersprüchlich.

Es ist auch nicht sehr hilfreich wenn du dich sprachlich und
inhaltlich auf den Schulhof-Jargon deiner Tochter herabbegibst und
ihren Bericht nicht als Mutter kritisch reflektierst.

So klingst du selbst wie ein frustrierter Teenager, von denen es hier
im Forum ausreichend gibt, die ihren "Kulturschock" verarbeiten.

Ich gehe davon aus, dass deine Tochter zum ersten Mal allein
im Ausland war, der Heimwehfaktor ist dabei deutlich grösser
als bei einer Klassenfahrt ins Schullandheim, oder dem Besuch
bei der Oma. Gelegentliche Tränen gibt es da in allen Altersgruppen.
Heimweh ist eine leichte Form von Depression, die die objektive
Beurteilung verhindert und zu Schwarzmalerei führt.

Seit meine Jungs ihre Aufenthalte in England bzw. Irland hatten,
habe ich mit etlichen Eltern darüber diskutiert. In den wenigen
Fällen in denen es deren Kindern nicht gefallen haben soll, stellte
sich heraus dass die Eltern im Vorfeld eigene falsche Erwartungen oder
Idealvorstellungen in die Kinder projiziert hatten.

Ich kenne die Regel dass Handys ausgeschaltet bleiben sollen. Es hilft
den Kindern nämlich nicht, sich damit zurückzuziehen, die Eltern können
aus der Ferne keine ihrer Probleme lösen. Vielmehr müssen die Kinder lernen
sich auszudrücken, und nach mehreren Jahren Schulenglisch, wie du schreibst,
sollte deine Tochter schon in der Lage sein "I like" oder "I don't like"
zu sagen, und gegebenenfalls Gesten hinzuzunehmen.

Dass dann nichts geändert würde ist reine Spekulation deinerseits,
den Gasteltern ist ein fröhliches Kind auch tausendmal lieber als
ein heulendes.

Hast du mal daran gedacht dass ein Sprachlehrer mehrere Sprachen
spricht und ggf. lehrt? Vielleicht sogar mehrsprachig aufgewachsen ist?
Was für "Anzeichen" hat es denn gegeben? Bücher in verschiedenen Sprachen?
Wieviele Sprachen beherrschst du denn fliessend?
Dass Lehrer in verschiedenen Ländern arbeiten ist auch nicht ungewöhnlich.

Wenn für dich eine offene Toilettentür schon der grösste Horror ist,
dann hältst du dich klar an Nebensächlichkeiten auf. Eigenes Zimmer
mit frischer Bettwäsche, Rückzugsmöglichkeit, und ordentliche Ernährung
waren offenbar gewährleistet, sonst hättest du das wohl zuerst angeführt.

Ich verstehe auch nicht wieso du erwartest das Exkursionsgeld hinterher
zurückzubekommen? Du schreibst selbst dass viele Touren unternommen wurden.
Oder gehörst du zu den Menschen die z.B. glauben Autofahren würde nichts kosten?

Auch sind Sport/Freizeitangebote auf den Inseln meist privat betrieben
und deutlich teurer als in Deutschland. Der Preis eines halbtags-Kurses
im Wellensurfen, den mein Sohn mitgemacht hat, entsprach dem Jahresbeitrag
seines Sportvereins hier in Deutschland.

Der Unterricht "wie in der deutschen Schule - ohne Lehrerqualität" -- ist
das jetzt eher Kritik am deutschen Schulwesen? Offenbar hast du ja dann
Einzelunterricht gebucht, gibt es den an den Schule deiner Tochter?

"keine sozialen Kontakte zur Außenwelt" -- was meinst du denn damit? Du hast
von den Unternehmungen berichtet, es gab gute Kontakte zu mehreren Familien
mit Kindern. Hättest du erwartet dass der Gastvater in der Besuchswoche tagsüber
arbeiten geht? Oder abends im Pub seine Kontakte pflegt und deine Tochter
zuhause alleine lässt, weil Kinder nach 8 im Pub nicht erlaubt sind?

Es sieht wohl ganz so aus, dass deine Tochter einfach keinen Bock auf
Unterricht hatte, vermutlich während ihrer Sommerferien, und sie die
Lehrersituation daher etwas schwarz gemalt hat.

Um deinen Senf, sorry deinen Beitrag, nach Auflösung der Widersprüche
zusammenzufassen:

Sie hatte Einzelunterricht, hatte Kontakt zu anderen Kindern, hat Freunde
gefunden und das Land lieben gelernt. Dabei gab es mal die eine oder andere
Heimwehträne. Wie du das als herausgeworfenes Geld betrachten kannst ist
mir schleierhaft.

Ich würde das als vollen Erfolg werten!

Peter

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