mutmacher

Das ist fuer alle die den grossen Schritt gewagt haben, in guten oder schlechten Gastfamilien gelandet sind, die die sich schon nach drei Wochen fragen wo die Freunde bleiben und die die nach 5 Monaten immer noch keine haben.
An alle, egal wie viel ihr euch ueber ein Austauschjahr reinpaukt, wie man sich in bestimmten Situationen verhaelt, Streit mit der Gastfamilie oder Wechsel, das Austauschjahr macht ihr allein. Und in den meisten Situationen werdert ihr auch allein handeln, nach eurem eigenen Gefuehl und daraus lernt ihr. Und die meisten Sachen die man Gefuehlsmaessig durchlebt stehen in keinem Vorbereitungsheft beschrieben, so gings zumindest mir.
Gefuehle wie alleine sein, Liebeskummer, Wut, Traurigkeit, oder Eifersucht machen das Austauschjahr schwer. Im grossen und ganzen glaube ich das es garnicht viel schwerer ist als ein jah in deutschland, das man die gefuehle bloss doppelt spuehrt, weil man sie alle alleine ausbaden muss.
Weil die Leute die einen am besten kennen hat man da wo man sein ganzes leben gelebt hat und die fangen in der fremde an auf einmal ganz schrecklich zu fehlen.
Fuer mich ist mein Austauschjahr warten, aushalten, durchhalten, sich entwickeln und neue Wege fuer Probleme finden und versuchen jeden moment zu geniessen.
Das mir in keinem meiner Probleme die beschriebenen sachen aus dem vorbereitungsprospekt geholfen haben.
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Es war schwer freunde zu finden, ich war ziemlich schuechtern und das habe ich nicht gewusst. In deutschland wurde ich staendig wegen quatschen ermahnt, hier habe ich keinen Ton rausbekommen.
Es fehlen die erlebten sachen, und mir fehlt die Zeit die angefangenen Freundchaften die ich hier gefunden habe richtig auszubauen.
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ICh hab mich mit der Sprache schwer getan und mich jedes mal entmutigen lassen wenn sie gelacht haben. Und dann habe ich mich gefragt warum und wieso ich ueberhaupt hier bin, wenn die Leute so ingnorant sind und mich demotivieren.
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Ich habe probleme die ich nie hatte, nie habe ich den herd brennen lassen oder den schluessel stecken lassen oder bin so tollpatschig wie hier durch die gegend gerannt.
ICh habe das gefuehl mich erst in den letzten 3 Wochen richtig eingelebt zu haben, jetzt fehlen noch vier monate und dann gehts wieder nach hause.
Ich glaubeich bin freier geworden, seelisch und kann den leuten die mich verletzten die zunge rausstecken und mit Kopf oben vorbei laufen nstatt zu heulen.
Und daran ist der junge der mich so wahnsinnig enttaeuscht hat nicht ganz unschuldig. Man lernt die Leute kennen und besser einschaetzen.
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Was ich sagen will ist, lasst euch bloss nicht entmutigen wenn es nicht so laeuft wie ihr es euch vorgestellt habt. wenn ihr zeit braucht freunde zu finden dann nehmt euch sie Zeit. Macht euch nicht so viele Sorgen und auch wenn ihr 5 monate oder laenger braucht.
Weil am ende guckt man doch anders zurueck als man am anfang nach vorne geschaut hat.
Und man sieht das alles seine Zeit hatte und es vieleict auch gut so war.

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:):)

das ist wunderschön geschrieben! auch wenn mir das mit der Sprache ein bisschen Angst macht! In vier Tagen bin ich auch da (:

jaja:9

wohn ganz in deiner naehe, im wunderschoenen San jose de Carrasco!!
Bist bestimmt schon mal durchefahren oder???

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