vom 11.8.2017 11:29
M. K.

Motivationsschreiben

Hey leute,
ich hab jetzt mein Motivationsschreiben fertig. Könnt ihr mir vielleicht ein Feedback dazu geben?
Danke schonmal.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im folgenden Motivationsschreiben möchte ich Ihnen näherbringen, warum ich so motiviert bin ein Auslandsjahr in England bzw. Irland oder Amerika zu absolvieren.
Anfangs dachte ich, dass man in einem Auslandsjahr einfach nur in einem anderen Land lebt und dort zur Schule geht. Mit der Zeit informierte ich mich über das Internet über Auslandsjahre und habe gemerkt, dass es weitaus mehr ist als einfach nur in einem anderen Land zu leben. Ein Auslandsjahr bedeutet vor allem Veränderungen. Veränderungen in der Sprache, im Lebensstil, dem Freundeskreis und noch viele andere Veränderungen die positiv sowie auch negativ sein können. Es bedeutet aber auch Vertrauen zu Menschen, die einem vorher fremd waren und zu Freunden werden können.
Mich reizt die Vorstellung für ein Jahr bzw. zehn Monate in einem anderen Land zu Leben und dort auf sich allein gestellt zu sein, da ich selbstständiger werden möchte, um meinen Eltern zu zeigen, dass ich auch Verantwortung übernehmen kann.
Im Ausland lernt man andere Kulturen zu tolerieren, und ihnen Respekt entgegen zu bringen. Diese Eigenschaften sind in der Berufswelt immer häufiger gefragt. Als ehemaliger Austauschschüler hat man dadurch erhöhte Berufschancen.
Ein guter Nebeneffekt des Auslandsjahres ist, dass man lernt die Sprache fließend zu sprechen.
Mit der Zeit im Ausland lernt man, warum einige Menschen aus anderen Ländern anders denken und andere Wertvorstellungen haben. Das heißt auch, dass man lernt mit dem neuen Verhalten umzugehen, aber es auch zu akzeptieren. Dadurch erhöht man seine Berufschancen, da heutzutage die interkulturelle Kompetenz sehr gefragt ist, sowie auch Fremdsprachenkenntnisse.
Schüler die ein Auslandsjahr absolviert haben, können besser mit Herausforderungen umgehen, weil sie im Ausland sehr oft auf sich
selbstgestellt waren.
Darüber hinaus ist durch das Auslandsjahr entstehende persönliche Reife ein Vorteil, sowie auch das verbesserte Allgemeinwissen und die neuen internationalen Beziehungen die ein Leben lang halten können und einen persönlich, wie auch beruflich, weiterbringen können.
Als Austauschschüler sammelt man individuelle Erfahrungen und prägende Eindrücke, die einen wachsen lassen und über die man sich noch über Jahre unterhalten kann mit Freunden oder der Familie. In diesem Jahr lernt man viel dazu an Wissen, aber Wissen ist nicht das einzige was ein Auslandsjahr mit sich bringt. Es bringt auch Freundschaften mit sich, die ein Leben lang halten können. Durch das Leben in einer Gastfamilie lernt man die Kultur und Sitten des Gastlandes von innen herauskennen. Da man im engen Kontakt mit den „Einheimischen“ ist, sieht man auch andere Seiten des Gastlandes und macht auch Erfahrungen, die ein Tourist nie erleben kann. Das Schöne daran ist, dass man die Erfahrungen die man gemacht hat später mit anderen teilen kann mit anderen Austauschschülern aber auch mit Schülern die an einem Auslandsjahr interessiert sind.
Auf die Idee gekommen ein Auslandsjahr zu machen, bin ich durch einen Freund, der dieses Jahr eines in Brasilien macht. Davor wusste ich eigentlich nicht, dass es sowas gibt. Aber seitdem ich davon gehört habe stand fest, dass ich ein Auslandsjahr machen möchte. Ich dachte jedoch, dass mir die Möglichkeit verwehrt bleibt ein Auslandsjahr zumachen, da meine Eltern sich so etwas nicht leisten können, deswegen hoffe ich jetzt auf die Unterstützung der Stiftung. Ich informierte mich über das Internet und habe mich dann entschlossen ein Auslandsjahr in England zumachen. Ich redete mit meinen Eltern darüber. Meine Eltern waren von meiner Idee nicht so begeistert, ich konnte sie jedoch überzeugen. Von der Stiftung habe ich dann noch mehr darüber erfahren. Sie schickte mir eine Zeitschrift und ein Buch über Auslandsjahre. Durch die kleine Info-Veranstaltung auf dem Regional-Seminar kam dann noch der endgültige Anstoß. Im Internet schaute ich mir dann Videos, Blogs über Auslandsjahre an und informierte mich auch über die Stipendien die angeboten werden.
In einem Auslandsjahr erlebt man sein Gastland komplett neu, anders als ein Tourist, welcher alles nur oberflächlich erlebt. Als Gastschüler lernt man neue Sitten und Bräuche kennen, die einem zuvor vielleicht nicht kannte oder die anfangs etwas seltsam erscheinen können. Man macht außerdem auch noch individuelle Erfahrungen, die einen weiterbringen, wachsen lassen und auch selbstständiger werden lassen, egal ob es negative oder positive sind.
Mich interessiert vor allem wie an meinen Erfahrungen wachse und wie viel ich in diesem Jahr lernen kann. Nicht nur über mein Gastland, sondern auch über mich selbst.
Im Ausland ist man oft auf sich alleingestellt, dadurch denke ich, dass ich über mich selbst hinauswachse. Außerdem würde ich lernen mit Schwierigkeiten umzugehen und Probleme selbstständig zu lösen. Zudem wird man durch die ständige Konfrontation mit den „Fremden“ seiner eigenen Identität bewusst.
Ich denke, dass man auch soziale Kompetenzen, wie Toleranz und Weltoffenheit erwirbt. Im täglichen miteinander mit der Gastfamilie und in der Schule erlangt man die interkulturelle Kompetenz.
Man entwickelt auch ein Verständnis für fremde Kulturen und kann dann vielleicht die Immigranten, die im eigenen Land leben besser verstehen. Zudem kann ein Auslandsjahr einem die Erkenntnis bringen, wie gut man es doch im eigenen Heimatland hat.
Im Ausland würde ich vor allem selbstsicherer und selbstständiger werden, da ich oft auf mich allein gestellt sein würde, denn man muss mit Situationen klarkommen, welche oft nicht vorhergesehen waren. Dadurch, dass man die Situationen dann gemeistert hat, würde mein Selbstwertgefühl steigen und hätte mehr Selbstbewusstsein. Da man außerdem höher Kommunikationsmöglichkeiten hat, kann man durch das Auslandsjahr Konflikte produktiver lösen.
Im Ausland möchte ich selbstständiger werden und selbstsicherer, da ich wie schon gesagt meinen Eltern zeigen kann, dass ich auch Verantwortung übernehmen kann. Aber mein Ziel ist es ebenfalls die britische Kultur kennenzulernen und zu verstehen. Zudem war es schon länger mein Ziel für ein Jahr ins Ausland zu gehen und dort die Schule zu besuchen und in einer zunächst fremden Familie zu leben, um ihre Werte, sowie Traditionen und auch Sitten zu verstehen. Ich möchte meinen ganzen Tagesablauf, der bisher immer derselbe war, für das übernächste Schuljahr (2018/2019) verändern, indem ich ins Ausland gehe. Ich möchte mich aber auch den Herausforderungen stellen die ein Auslandsjahr in sich verbirgt. Ich denke, dass ich die Herausforderungen gut meistern werden würde, da ich ein sehr positiver Mensch bin. Außerdem denke ich, dass man auch aus negativen Erfahrungen wächst und nicht nur aus positiven.
Warum ich nach England bzw. Irland will? Seitdem ich die Idee hatte ein Auslandsjahr zu machen stand für mich fest, dass ich nach England möchte, da ich mich sehr für die britische Kultur interessiere aber auch für die Geschichte Großbritanniens, insbesondere der Kolonialgeschichte. England mag für viele ein langweiliges Land sein, da es sich für sie nicht so von anderen Ländern unterscheidet, und nicht so weit weg ist, da viele meinen, die ich kenne, dass ein Auslandsjahr in Amerika reizvoller und interessanter wäre. England setzt in vielen Dingen europaweite Trends: Design, Musik aber auch Kunst. Gleichzeitig ist England aber auch ein Land, welches Tradition und multikulturelle Einflüsse auf eine besondere Art kombiniert. Ich möchte auch erfahren wie ähnlich England und Deutschland sich sind und was für Unterschiede es doch gibt. Mich interessiert wie die Sitten der Engländer wirklich sind und ob die Vorurteile ihnen gegenüber wahr sind. Anders als bei einem mehrwöchigen Schüleraustausch erlebt man sein Gastland von innen heraus. Man hat die Möglichkeit in einer Gastfamilie zu leben und ist im engen Kontakt mit den Einheimischen und kann sich mit Ihnen austauschen. Bei einer Sprachreise erlebt man alles nur oberflächlich und eignet sich nur das Wissen an. Aber um Erfahrungen zu machen ist es auch wichtig das Wissen anwenden zu können, deshalb möchte ich ein Auslandsjahr machen und keine Sprachreise.
Im Gastland ist der Alltag stressiger, als in der Heimat, da ich denke, dass ich dort noch viel lernen müsste und mich erstmal an die Sprachumstellung gewöhnen müsste, sowie an die neue Umgebung. Zur Schule müsste ich wahrscheinlich mit dem Bus fahren. In der Schule äße ich dann Mittagessen, im Gegensatz zu hier. Nachmittags wenn ich Freizeit habe, würde ich dann lernen oder etwas mit meinen neuen Freunden machen. Am Wochenende würde ich dann versuchen so oft wie möglich wegzufahren und etwas zu unternehmen. In der Gastfamilie müsste ich dann noch im Haushalt mithelfen. Die Schule stelle ich mir viel interessanter vor, da es in England ein anderes Schulsystem gibt. In England werden Noten nämlich mit Buchstaben bewertet; von A-D. Zudem besucht man nach der Sek. 1 die Sixth Form. Dort macht man dann sein Abitur, aber es gibt keine verpflichtenden Fächer, im Gegensatz zu Deutschland
Ich habe keine hohen Erwartungen an das Auslandsjahr, da es immer anders kommen kann und man dann einfach enttäuscht wird. Ich möchte nur Erfahrungen sammeln und neue Sachen entdecken. Aber ich denke das man nicht nur selber Erwartungen hat, sondern auch die Gastfamilie oder auch die Gastschule. Man muss in der Gastfamilie zum Beispiel im Haushalt mithelfen.
Ich denke, dass ich sehr gutes Vorwissen über die deutsche Geschichte aber auch der britischen bzw. der amerikanischen Geschichte vorbringen kann, weil ich sehr geschichtsinteressiert bin. Zudem verfolge ich auch regelmäßig die Nachrichten. Im Gastland sollte man sich anständig benehmen, da man die Funktion eines Botschafters innehat. Ich möchte außerdem zeigen wie vielseitig Deutschland ist und nicht wie viele behaupten ein langweiliges Land ist. Es ist außerdem sehr wichtig, dass die Fragen die eventuell zur Heimat gestellt werden richtig beantwortet werden können.
In der Schule war ich noch nie Klassensprecher, aber trotzdem konnte ich mich für meine Mitschüler einsetzen. Zum Beispiel wurde ein Kind aus unserer Klasse gemobbt. Ich konnte mich für ihn einsetzen und mittlerweile wird er glücklicherweise nicht mehr gemobbt. Ich war sehr froh ihm helfen zu können und hab mir dann vorgenommen im nächsten Schuljahr als Klassensprecher zu kandidieren. Ab und zu helfe ich auf Schulveranstaltungen aus und verkaufe Kuchen oder ähnliches. Auf Nachfrage gebe ich auch in Mathe, Englisch und Latein auch Nachhilfe. Außerdem spiele ich einmal im Jahr ehrenamtlich in einer Oper mit, welche extra für Kinder gemacht ist. Das eingenommene Geld wird dann an die Kirche gespendet. Im nächsten Monat fange ich eine Mitarbeiterschulung von der Kirche aus an. Wenn diese beendet ist kann man bei Freizeiten mitfahren und passt dort auf Kinder auf. Danach nehme ich mir vor die Jugendleitercard zumachen.
Aufgrund meiner Weltoffenheit und meinem großen Interesse eine neue Kultur kennenzulernen, denke ich, dass ein geeigneter Kandidat dafür bin Botschafter der Stiftung zu sein. Auch wenn meine Noten von diesem Schuljahr nicht so gut sind wie vom letzten Schuljahr, denke ich dennoch, dass ich als Kandidat gut geeignet bin, da es meiner Meinung nach nicht immer auf die Noten ankommt, sondern auf die sozialen Kompetenzen ankommt.
„Der kürzeste Weg zu dir selbst führt einmal um die Welt.“ Dieses Zitat ist von Richard Hoffman, dass mein Interesse mich selbst zu finden und selbstsicherer zu werden gut beschreibt.
Ich würde mich über eine positive Rückmeldung freuen, so dass mein Traum von einem Auslandsjahr erfüllt werden kann.
Mit freundlichen Grüßen,
xxxxxxxxxxxx

Auf diesen Beitrag gibt es eine Antwort:
vom 12.8.2017 19:05
C. S.

Klingt schonmal gut!

Ich würde an deiner Stelle trotzdem noch einmal alles durchgehen, da mir beim Lesen diverse Wortwiederholungen aufgefallen sind. Um diese zu vermeiden kannst du entweder die Satzstruktur ändern oder einfach "Synonym xy" bei Google eingeben, wobei xy selbstverständlich durch das Wort getauscht, welches du ersetzen möchtest! :)
Und pass auf, dass es nicht zu lang wird. Zu empfehlen ist bei der Schriftgröße 12 (Schriftart Arial ist für solche Dokumente in der Regel am Besten geeignet)eine Din A4 Seite, aber auf keinen Fall mehr als 2! (Ich weiß jetzt nicht genau, wie lang dein Motivationsschreiben in Word ist, es fühlte sich beim Lesen nur sehr lang an)

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