Homesickness..worst enemy ever..

Hey,
bin jetzt seit ungefähr einem Monat in Minnesota.
Tja, ich denke der Kulturschock hat mich ziemlich im Griff..

Der erste Monat ist halt "wie im Schock" vorbeigegangen, ich weiß garnichtmehr was ich alles gemacht habe.
Das Heimweh hat sich jetzt ne neue Methode ausgedacht um mich zu quälen, es kommt immer in Schüben, am Abend bevor ich einschlafe.

Das was mir hier am meisten fehlt ist meine Schwester in Deutschland (13), hier habe ich nur eine 3-jährige Schwester und eine schwedische Austauschschülerin, die auch bei meiner Familie wohnt.
Jetzt werdet ihr bestimmt sagen: Ist doch cool, die kann dich verstehen!!
aber sie ist überhaupt nicht in andere Menschen interessiert.
Ich könnte in unserem Doppelstockbett unter ihr liegen und mir die Selle aus dem Leib schreien und es würde sie nicht kratzen.

Muss hier halt auch alles von vorne anfangen, hab nicht die Hilfe von gleichaltrigen Gastgeschwistern die mich in ihre Freundeskreise einführen...

Naja..soll jetzt kein Rumgeflenne sein, aber wie würdet ihr versuchen das Heimweh zu bekämpfen..
Verdrängen hilft nicht, Musik hörn auch nicht da sie mich an Deutschland erinnert...

Viele Grüße
Jojo

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heimwehbekämpfung ;)

also ich sprech zwar noch nicht aus erfahrung (fahr erst in knapp 3 monaten) aber mich lenkt sport immer total ab. vllt kannst du ja mal in der schule fragen, also deine mitschüler, wies mit sportvereinen aussieht. da würdest du ja dann auch denke ich mal ziemlich schnell anschluss finden, vllt auch "richtige" freunde, die dir dann helfen können :)
ich hoff ich konnte dir ein bisschen helfen.
lg svenja

meine erfahrung.

Hey jojo,

ich bin jetzt auch seit knapp 2 monaten in den usa, und glaub mir die ersten 2 bis 3 wochen waren die HOELLE! ich konnte nicht essen ich hab nur geheult und ich fand einfach alles bloed! ich habe staendig deutschland mit Amerika vergleichen und was bei uns alles besser ist, und hab meine eltern und meinen freund tota; vermisst.
und dann, eines morgends bin ich aufgewacht und gedacht, verdammt, du bist dabei dir alles kaputtzumachen, und ich hab gemerkt dass nicht alles um mich herrum doof ist sondern ICH mich doof verhalte.
an dem tag hab ich mir gesagt, du bist jetzt hier und du wirst mit 10000000% sicherheit wieder zurueck nach deutschland kommen, deine mama bleibt fuer immer deine mama und deine schwester wird dich auch immer lieb haben, egal wie lange du weg bist.
geh mit einer positive einstellung in den tag, frag andere leute die dir nett erscheinen was sie am wochenende so vor haben und lad dich einfach selbst ein ;)
ich bin sicher du wirst bald freunde finden und es wird dir besser gehen.
kopf hoch!

du bist nur einmal in dieser situation, di chance 1 jahr in die usa zu gehen kommt so schnell nicht wieder.

enjoy life, hannah

heyy

ich bin jetzt seit knapp 2 monaten hier und ich wuerde luegen, wenn ich sagen wuerde es ist perfekt..
ich hatte ein paar unschoene "momente" mit meiner hostfam, wirklich, dass ich echt die familie wehcseln wollte, weil es an dem punkt nciht mehr ging..
ich hab drueber gesprochen und es ist ok, nicht super, aber es ist zum aushalten..
ich teil mir das zimmer, das haus ist seehr unaufgeraeumt, ich kann zu hause nciht an den pc.. aber das sind sachen, mit denen ich mich arrangiert hab
ich war nciht naiv, dachte nicht, dass das leben wie im film sein wuerde, aber ich hatte auch diese zeit, wo ich gedacht hab "was ist aus meinem traum geworden?ich wollte ein neues aufregendes (vllt sogar besseres) leben hier starten! was ist daraus geworden?warum haben es alle andern besser als ich?"
aber dann muss man sich einfach zusammenreissen und sagen "OK, es ist nciht wie du es dir vorgestellt hast und vllt waere es besser mit einer andern familie, einer anderen schule, einem anderen staat, vllt waere es besser wenn es nciht die usa waeren.. ABER das hilft jetzt ncihts, du bist hier und amch das beste draus, wenn du dich so gehen laesst bist du am ende selbst schuld wenn dein jahr nciht toll wird!"
ich frag jetzt einafch leute, was sie machen, versuch mich irgendwie "selbst" einzuladen, versuch ueber die schlechten sachen hinwegzusehen und
mich auf die schoenen zu freuen und ja ich ahb ncoh heimweh udn brauche ncoh viel kontakt und ich bin noch unsicher, wenn ich leute ansprechen will und es gab rueckschlaege.. ABER dieses jahr war mein traum und ich werde dafuer kaempfen udn cih werde mcih nciht untyerkriegen lassen und in 8 monaten bin ich stolz, dass cih es geschafft ahbe und werde mit so viel neuen schoenen erinnerungen anch hause gehen und cih glaub dadran, ganz fest!
es ist nicht toll, es ist nciht perfekt, ich ahb heimweh, aber es ist auf einem guten weg und everything that doesn't kill us makes us stronger!!

frag dich wirklcih, ob du dein bestes gibst und was du verbessren kannst..
dann wirst du auch das schoene am leben in den usa sehen;)

Du bist sicherlich nicht allein!

Ich bin seit ueber 2 Monaten in Iowa und kenne das, was du beschreibst ziemlich gut :] Im Rueckblick gingen die Monate wahnsinnig schnell vorbei, aber besonders die ersten Wochen waren richtig hart fuer mich.
Wenn ich nur an meine Eltern und an meine Freunde gedacht habe, musste ich schon mit den Traenen kaempfen.
Aber der erste richtige Kulturschock war nach den ersten Wochen erst einmal weg, denn dank meiner Gastschwester habe ich schon am ersten Tag eine Menge Leute kennengelernt, die auf meine Schule gehen und dank des Theaterclubs richtig gute Freundschaften geschlossen.
Habe eigentlich immer was zu tun und habe keinerlei Probleme, es laeuft alles wunderbar, ich koennte eigentlich nicht klagen, WENN da nicht diese Heimwehattacken waeren!
Die meiste Zeit bin ich wirklich gluecklich und froh ueber meine Entscheidung, aber natuerlich gibt es auch viele Tage, an denen mir einfach nur nach "good old Germany" zumute ist und ich meine Familie und Freunde wiedersehen will...
Aber ich kann euch allen versichern, dass das ziemlich normal ist. Es waere doch schliesslich schon ein bisschen traurig, absolut kein Heimweh zu haben, oder? Ich meine, ich lerne Deutschland und meine Leute erst richtig zu schaetzen, und Heimweh ist gruendet sich schliesslich aus Liebe und Freundschaft.

Heimweh in Schueben ist daher voellig normal, da es immer noch der Kulturschock ist, der verschiedene Stufen und Phasen hat und bei jedem Menschen anders auftreten. Jeder hat seine schlechten Tage, an denen er einfach nur nach Hause will. Wenn man sich an Deutschland erinnert, hattet ihr da nicht auch einfach miese Tage? Wenn hier etwas schieflaeuft, will man halt nach Hause, und das ist menschlich. Lasst euch davon nicht herunterziehen und geniesst verdammt noch mal euer Austauschjahr, denn es ist EINMALIG!
Ich weiss, es ist einfacher gesagt als getan, ich spreche ja aus Erfahrung.
Aber wie schon andere erwaehnt haben; lenkt euch ab, geniesst die neuen Abenteuer und Herausforderungen, die auf euch warten und bleibt positiv!
Ihr macht es euch nur noch schwerer, wenn ihr die Tage bis zum Abflug zaehlt!
Erinnert euch daran, was fuer ein besonderes Abenteuer das hier alles ist und wie sehr ihr euch vor eurem Jahr auf genau das gefreut habt :)
Damit heitere ich mich naemlich immer auf, einfach das Positive aus allem herausschoepfen. Und naechstes Jahr seid ihr schiesslich wieder Zuhause, und damit ihr nicht bereut, dass ihr das Austauschjahr meist gar nicht richtig geniessen konntet, muesst ihr einfach Heimweh-Tage aushalten :]

Diskussionsübersicht
7.10.2009
Jojo S. USA GIVE 2009/10
Homesickness..worst enemy ever..
9.10.2009
Hannah W. GIVE 2009/10
14.10.2009
J. K.
5.9.2011
Sina A. Großbritannien ICX 2011/12
21.10.2009
Maarie :. USA Stepin 2009/10
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