vom 16.9.2016 17:07
F. A.

Heimweh

Meine Tochter ist seit einem Monat in USA. Sie hat eine sehr nette Gastfamilie und eigentlich könnte alles so schön sein- wenn nicht das Heimweh so groß wäre.
Zu Hause sitzt die erste große Liebe und in der neuen Schule ist der Anschluss noch nicht vorhanden.
Langsam gehen mir die Ideen zur Motivation aus.
Meint ihr, es wäre eine gute Idee, den Freund auf Weihnachtsurlaub zu ihr zu schicken?
Wäre das ein Motivationsschub ?
Würde mich über einen Erfahrungsaustausch sehr freuen.
Liebe Grüsse, F.

beitragabfolgen.gif Auf diesen Beitrag gibt es 2 direkte Antworten:

Nein

Erfahrungsgemäß wird großes Heimweh durch einen solchen Besuch nicht besser, sondern eher noch viel schlimmer. Zudem ist die Weihnachtszeit dafür der schlechteste Zeitpunkt überhaupt, da das Heimweh in dieser Zeit meist besonders groß ist.
Nicht umsonst raten alle Austauschorganisationen von persönlichen Besuchen im Gastland ab!

Es ist vollkommen normal, in den ersten Wochen großes Heimweh zu haben, das erleben jedes Jahr aufs Neue ganz viele Austauschschüler! Dabei ist es wichtig, sich zu verdeutlichen, dass die Chance auf ein Austauschjahr einmalig ist.

Sie sind nicht für die Motivation Ihrer Tochter verantwortlich, das ist allein ihre Sache. Vielleicht sollte sie sich nochmal die Gründe aufschreiben, weshalb sie gerne ein Austauschjahr machen wollte. Zudem sollte sie sich überlegen, welche schönen Erlebnisse sie bereits hatte und welche Erlebnisse noch auf sie warten (z.B. Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungen, die sie mit ihrer Gastfamile oder mit Mitschülern besuchen kann). Es kann auch helfen, sich einmal am Tag oder alle paar Tage aufzuschreiben, welche schönen Erlebnisse man an diesem Tag hatte (dabei auch an scheinbare Kleinigkeiten denken!) oder was einem allgemein gut im Gastland, in der Gastfamilie oder in der Schule gefällt.

Und ganz wichtig ist: Ihre Tochter sollte so viel wie möglich mit ihrer Gastfamilie unternehmen und schauen, welche Möglichkeiten ihre High School über den Unterricht hinaus bietet und welche Möglichkeiten ihr Wohnort ansonsten noch bietet, um Kontakte zu Gleichaltrigen zu knüpfen.

vom 4.10.2016 23:43
K. L.

Motivation

Hallo F.,
Als ich deine Mail gelesen habe, musste ich lachen, der Text hätte auch von mir stammen können. Meine Tochter 16 ist seit 7 Wochen in Amerika und es ist wirklich schwerfür mich. Die Gastfamilie ist ok, leider stand der Stundenplan für den Unterricht schon fest, es gab somit keine Auswahl mehr, die sportangebote am Nachmittag sind alle ausgebucht und die Lehrer interessieren sich nicht wirklich bei Problemen, die austauchschüler am Anfang haben. Die klassengrösse beginnt bei 30 Schülern, doch Kontakte zu knüpfen gestaltet sich mehr als schwierig. Auch ich versuche, von Deutschland aus zu motivieren, was nicht mehr einfach ist. Auch ich hatte die Idee mit dem Weihnachtsurlaub, glaube jedoch auch wie Marie geschrieben hat, dass es eher zu einem Abbruch des Aufenthaltsjahres führen würde. Was mich allerdings beschäftigt ist, dass ich m. E. Zu viel Kontakt zu meiner Tochter habe und glaube, dass erschwert ihr zusätzlich die Eingewöhnung...
Wie häufig sprecht ihr miteinander?!
Beste Grüße k

Diskussionsübersicht
16.9.2016
F. A.
Heimweh
3.10.2016
15.10.2016
F. A.
15.10.2016
F. A.
17.10.2016
F. A.
4.10.2016
K. L.
15.10.2016
F. A.
17.10.2016
F. A.
14.12.2016
K. L.
X Schließen
Success
Error
0.55