Hallo Melli,

Zu meiner Aussage: "Es wird schon deutlich kommuniziert werden, wenn eine Forderung nicht realistisch ist."
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Beratungsgespräche zur Finanzierung des Programms finden individuell statt. Nur allgemeingültige Aussagen können auf der Webseite oder in Broschüren veröffentlicht werden.


Zu deiner Aussage: "Für jedes Land steht nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. Das impliziert, dass wer sich zuerst anmeldet, auch einen Platz bekommt, bis das Kontingent erschöpft ist."
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Das ist richtig. Wenn alle Plätze für ein Land ausgeschöpft sind, wird die Bewerbungsphase auf der Webseite geschlossen. Je nach Nachfrage schließen in der Regel alle Bewerbungsfristen zwischen Februar und April.

Zu deine Aussage: "Damit setzt sich YfU zwar selbst unter Druck, denn die anderen Organisationen machen ja offenbar ohne Limit bis Februar oder sogar Mitte März weiter mit ihren Anmeldungen."
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Auch andere Organisationen haben in der Regel eine Höchstzahl an Programmplätzen, die sich wie du hier auch richtig schreibst ebenfalls im selben Zeitraum vollständig füllen lassen. Ein Unterschied zwischen den Organisationen besteht hier nicht. Der Eindruck es gäbe de facto "ohne Limit" Plätze, ist falsch. Das Limit entsteht vor allem durch die Bevölkerungsstruktur eines Landes (potenzielle Gastfamilien pro Jahr) und den Betreuungskapazitäten in den Partnerorganisationen vor Ort.

Zu deiner Aussage: "Wie viele reservierte Plätze für Stipendiaten gibt es für die USA? Und ist es wirklich so?)."
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YFU vergibt mit Hilfe des Bundestags seit Jahrzehnten ca. 53 Vollstipendien pro Jahr in die USA. Dazu kommen seit einigen Jahren mehrere Dutzend Vollstipendien für das Kurzprogramm "USA4You". Die Zahl der Voll- und Teilstipendien über den YFU Stipendienfond schwankt jedes Jahr stark. Die Zahl ist insbesondere auch von der Höhe des gesamten Fondsabhängig und davon wie viele Stipendienanträge es für andere Länder gibt.

Zu deiner Aussage: "Der Eigenanteil muss höher sein als das Stipendium."
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Ich weiß nicht, wie du zu diesem Schluss kommst. Dann würde es über den Fond ja gar keine Vollstipendien geben. Ich habe doch nur gesagt "Die bewilligte Ausländsbafög-Summe übersteigt nicht den Betrag des nicht eigenständig stämmbaren Betrags." Zum besseren Verständnis mache ich hier ein paar Beispielrechnungen auf.


Beispiel1:
Programmpreis: 10 000
Eigenanteil: 2 000
Höchstsumme für Stipendium: 8 000
Bewilligte Bafög-Summe: 8 000
Bewilligte Summe für Stipendium: 0 (Das Programm kann durch Eigenanteil und Bafög vollständig bezahlt werden)

Beispiel2:
Programmpreis: 10 000
Eigenanteil: 2 000
Höchstsumme für Stipendium: 8 000
Bewilligte Bafög-Summe: 7 500
Bewilligte Summe für Stipendium: <500 (Differenz aus P-B-E= -> ->
Dadurch das die eigenen Finanzen ja offen gelegt werden, ist ziemlich genau nachvollziehbar ob der Eigenanteil realistisch eingeschätzt wird. Jemanden als "dumm" zu bezeichnen, weil er oder sie einen hohen Eigenanteil angibt, ist schon etwas plump.

Zu deiner Aussage: "Neben den klassischen Kriterien, wie Bedürftigkeit, Kreativität und soziales Engagement, welche kommuniziert werden, kommen noch zwei neue hinzu, nämlich begrenzte Anzahl an Plätzen und möglichst hoher Eigenanteil."
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Ein möglichst hoher Eigenanteil ist kein Kriterium. Die Stipendien werden ja nicht versteigert, sondern über die tatsächliche Bedürftigkeit vergeben.

Zu deiner Aussage: "Die HanseMerkur ist nur ein beliebiges Beispiel, aber da ist eindeutig und für jeden vorher und nachher klar erkennbar."
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Es gibt aber einen großen Unterschied zwischen YFU und der HanseMerkur. Die HM ist nämlich keine Austausch-Organisation sondern eine Versicherung, die als externer Finanzierungs-Partner für Stipendien auftritt (https://www.schueleraustausch-portal.de/stipendien-suche/stipendiens/view/6). Die Hansemerkur führt ja selber keine Austauschprogramme durch, sondern ist ein Partner von Organisationen (in diesem Fall nicht an eine Organisation gebunden -> flexibel). Die Stipendienpartner von YFU(gebunden) vergeben ebenfalls eine feste Anzahl an Stipendien. Habe ich das letzte Mal auch schon mal aufgezählt (Goethe, Kreuzberger, Mercator Bundestag, Bayern, Hamburg...)


Ein Stipendienfond ist also nicht mit klassischen Stiftungsstipendien oder Staatstipendien vergleichbar. Allerdings hast du Recht, das viele kommerzielle Organisationen eine feste Summe und Anzahl für Stipendien haben. Diese werden aber vor allem zur Werbung eingesetzt und sind in der Regel auf sehr wenige begrenzt. Sie können ja auch keine Spenden für Stipendien einnehmen, weil sie diese extra versteuern müssten und die Spender sie nicht steuerlich absetzen könnten.


Zu deiner Aussage: "Das ist bei YfU alles nicht der Fall und deswegen ist es objektiv intransparent. Seriosität ist nämlich keineswegs nur "Ansicht des Betrachters", wie du schreibst."
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Erstmal müsste der Begriff "Seriösität" inkl. Parameter hier definiert werden. Danach müsste mit Logik argumentiert werden, um zu einer gewissen "Objektivität" zu kommen. Ich hoffe, du argumentierst in deinen Schul-Klausuren etwas besser wenn du den Anspruch von Objektivität hast.

Ich möchte aber auch zumindest ein paar Möglichkeiten zur subjektiven Kategorisierung von Orgas hier geben:

1. Alle Kommentare zu einer Organisation in einem Forum wie Ausgetauscht.de
2. Das Impressum einer Organisation auf dessen Webseite inkl. Rechtsstatus und Haftungsauschschlüsse.
3. Unabhängige NGOs und Unternehmen wie "weltweiser", "Transparency International"...
4. Kritische Berichterstattung im Medien und Journalismus
5. Bewertungsseiten wie "austauschjahr.de" oder "schueleraustausch.net"

Lieben Gruß
Elias Wille

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