vom 28.12.2013 21:01

Gastfamilienwechsel?

Hallo :)
Ich bin jetzt seit 3 1/2 Monaten mit ER in England für ein Austauschjahr. Ich und meine Gastschwester aus Dänemark sind bei einer Frau mittleren Alters plaziert. Nunja Gill, unsere Gastmutter, ist ganz nett und alles, aber wir fühlen uns einfach nicht wohl.
Das Erste ist dass das Hause nicht unbedingt das sauberste ist. Es ist etwas messy, es ist zwar nicht unaushaltbar, aber trotzdem fühlen wir uns auch nicht wohl.
Das Zweite Gill ist nicht wirklich gut in englischer Grammatik. Ich verurteile sie dafür nicht, weil es ja nicht ihr Fehler ist, aber auf der anderen Seite würde ich lieber bei einer Gastfamilie mit einem ordentlichen Englisch plaziert sein und ordentliches Englisch lernen.
Desweiteren haben ziemlich viele Aufgaben zu Hause. Damit habe ich absolut kein Problem, weil ich der Meinung bin, dass jeder zu Hause mit helfen muss. Aber sie sagt kein Bitte, kein Danke und meistens fragt sie uns warum etwas nicht gemacht haben, was sie nie vorher erwähnt hat! Einen Abend meinte sie wir sollten unser eigenes Abendbrot machen, was für uns kein problem war. Sie kam 17:30 nach Hause und war dann wütend auf uns dass wir noch kein AbendBrot gemacht haben. Und dann sagt sie wie wären faul, wenn wir Omelett oder so machen, aber macht jeden Abend Tiefkuhl Kost.
Aber es fällt uns schwer zu entscheiden. Ich mein sie hat uns aufgenommen, Essen und eigene Räume gegeben. Und dafür sind wir auch echt dankbar, es halt nur irgendwie die Chemie die nicht ganz stimmt.
Ach und unsere IEC (örtlicher Mitarbeiter) würde nie einem Gastfamilienwechsel zustimmem. Sie steht 1. Hinter Gill und zweitens hat was gegen uns (klingt kindisch ist aber so). Mit Gill haben wir auch schon persönlich über unsere Probleme gesprochen, aber dabei ist nichts wirklich rausgekommen. Sie hat sich nicht wirklich geändert. Wir wollen doch einfach nur unser Jahr genießen und wissen nicht wirklich was zu tun. Deswegen wollte ich euch nach eurer Meinung mal fragen. Ich weiß dass es keine großen Probleme sind aber sie stören uns halt. Und wir fühlen unsnicht wirklich in einer Familie!
Danke im Vorraus, Lene :)

beitragabfolgen.gif Auf diesen Beitrag gibt es 2 direkte Antworten:
vom 29.12.2013 00:25

Worauf wartest du?

Ein Klassenkamerad von meinem Bruder musste drei Wochen lang richtig Druck und Theater machen, bis er die Gastfamilie wechseln durfte. Also sprech noch mal mit deiner Ansprechperson, ruf bei deiner orga an usw. Wenn du denen ordentlich Druck machst, dann lassen die dich irgendwann wechseln:) Wenn du wechselst dann brauchst du kein schlechtes Gewissen haben. Ihr beiden seit schließlich keine Au-pair-Mädchen und auch eigentlich vollwertige Familien Mitglieder! Ihr müsst nicht den Haushalt für sie schmeißen und wenn du dich da unwohl fühlst und da weg willst und selbst das Reden mit deiner Gastmutter nichts gebracht hat, worauf wartest du dann noch? sry wenn das jetzt hart oder so klingt, aber ich würde garnicht lange überlegen! Schließlich ist das dein Jahr und du bezahlst die Kohle dafür! Einfach egoistisch denken:)
Viel Glück😉

Doof bleibt doof

Hey!

Bin ja gerade aufn Auslandsjahr in Argentinien und kann dir etwas aus meinem "Umfeld" erzählen.

In Ecuador, wo meine Schwester ist, haben jetzt bzw. eine wird bald, drei von fünf die Gastfamilie gewechselt!
Meine Schwester, weil sie eig. immer alleine war, da ihre "Gastomi" (60 Jahre?) viel arbeitete und sie mit ihrer Gastschwester (auch 16) nicht klar kam. Sie hatte voll das schlechte Gewissen, da sie kurz vorher einen kleinen Unfall hatte und ihre Gastmutter (die sie auch richtig lieb hatte) trotz arbeit immer wieder zum Krankenhaus begleitet hat.
In ihrer neuen Familie ist sie aber sehr glücklich. Hat tolle Geschwister und eine grosse Familie bekommen!

Gut, die Andere hat nichts für ihre Gastfam. gemacht, nichtmal ihren Wechsel öffentlich angekündigt, bis sie zur Übergangsfamilie ging- nichts.

Was ich eigentlich sagen will ( ;) ):
Wenn es euch nicht gut bei ihr geht, dann wechselt! Ich denke, jeder sieht durch die "Rosarote Brille" vor einem Wechsel bzw. wird von einem schlechten Gewissen geplagt, weil die Familie (bzw. Mutter) schon soviel gegeben hat.
Aber da muss man dann durch. Macht euch klar: Es warten (bleibt ihr ein Jahr?) noch mind. 5 Monate auf euch. Die könnt ihr a)so ungemütlich verbringen wie es gerade der Fall ist oder b)euch um einen Wechsel bemühen um mit grosser Sicherheit in einer bessere, wenn nicht sogar tollen, neuen Gastfamilie zu landen!
In meinem Blickwinkel sind Parnerorganisationen nicht gerade die, auf die man sich verlassen kann. Da müsst ihr den Wechsel dann schon etwas selbst in die Hand nehmen. Eine kleine Localcoordinaterin kann euch nichts. Fragt die "Chefs" eurer Partnerorga bzw. wenn das nicht klappt in Deutschland! Und nebenbei schonmal in der Schule rumfragen, wer denn Lust hätte, euch vllt. aufzunehmen....

Eure jetzige Gastmutter könnt ihr zum Dank ja immer noch auf ein Eis oder so einladen und sie ab und zu mal besuchen kommen...

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen..?

Ganz viel Glück und liebe Grüsse
Natalie

Diskussionsübersicht
28.12.2013
Lene W. Großbritannien EF 2013/14
Gastfamilienwechsel?
29.12.2013
Jade S. Costa Rica AFS-DE 2014/15
29.12.2013
Natalie H. Argentinien Experiment 2013/14
29.12.2013
Lene W. Großbritannien EF 2013/14
30.12.2013
Natalie H. Argentinien Experiment 2013/14
30.12.2013
Carla S. USA EF 2013/14
X Schließen
Success
Error
0.73