vom 3.1.2013 14:40
B. B.

Gastfamilie zweimal wechseln?

Hallo Leute!
Ich bin jetzt schon fast 5 Monate in den USA und ich habe immer noch Probleme.
Meine erste Gastfamilie hatte ein autistisches Kind, was der reinste Horror war und deswegen habe ich auf Ratschlag meiner Mentorin hier gewechselt. Ich bin dann in die Familie einer Schulfreundin gekommen. Am Anfang war auch alles ok, allerdings hat sich einfach mehr und mehr unangenehme Stimmung zwischen meiner Gastmutter und mir angestaut. Sie ist sehr streng und wird schnell lauter mit den Mädchen. Als ich sie darauf ansprechen wollte, was ich falsch mache, hat sie mir gesagt, dass ich immer die ganze zeit genau den Gegensatz von dem mache, was sie mir sage. Allerdings gebe ich mein allerbestes um mir keine Feinde zu machen, weil ich doch eine tolle zeit haben möchte. Zum Beispiel hat sie mir gesagt ich solle Winterpullis kaufen und habe mir zwei gekauft. Sie meinte aber ich hätte stattdessen all mein Geld auf zwei unnötig teure Pullis gegeben und mir nichts anständiges gekauft....
Na ja und dann waren da noch einige andere Sachen, was unsere Stimmung immer weiter in den Ruin getrieben hat.
Jetzt hat sie auch noch gesagt, dass sie und der Gastvater wohl eine große Entscheidung machen müssen. Ich glaube, die wollen mich wieder raus haben, was ich auch irgendwie verstehen kann, obwohl ich mein allerbestes gebe.
Ich mache mir aber sorgen um meine Eltern in Deutschland. Die sind wahrscheinlich eh schon außer sich vor Sorge und ich soll das gar nicht. Ich meine ich halte den ganzen Wechsel Mist ja aus, auch wenn es hart ist manchmal.
Ich will auch nicht diejenige sein, die hundertmal wechselt. Ich habe Angst keine Gastfamilie mehr zu finden....

Bitte helft mir und gebt mir Tipps! Was ich machen soll. Ich bin echt verzweifelt.

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Wechseln

Schon wieder wechseln, das bringt doch vielleicht nix. Du sollst doch bei deinem ATJ an deinen Problemen wachsen und daraus lernen. Wenn man immer gleich die Familie wechselt lernt man nichts daraus, versuch doch einfach nocheinmal ein Gespräch mit ihnen anzufangen, vielleicht auch mit deiner Mentorin? Ich hoffe, dass sich das wieder gibt. Aber einen Tipp kann ich dir geben, meine beste Freundin ist gerade in den Usa und sie hat auch sehr wenig Glück mit ihrer ersten Familie gehabt. Doch sie hat ihren Eltern erst davon erzählt, als alles im Lot war. Die können sich eh nur Sorgen machen und nichts daran ändern, versuch die Situation allein zu meistern, du schaffst das sicher und bist späterumso stolzer auf dich, dass du das Jahr auch ohne Eltern geschafft hast. ;)

Grundsätzlich Ja

Hallo!

Also wir können deine Situation ja nicht so recht einschätzen, weil wir erstens nicht bei dir sind und du zweitens vor allem auch nicht besonders konkret wirst ("Na ja und dann waren da noch einige andere Sachen, was unsere Stimmung immer weiter in den Ruin getrieben hat."). Darum ist es schwierig, dir etwas zu raten.
Fakt ist, dass durchaus manche Leute zweimal (oder gar dreimal) die Gastfamilie wechseln. Die Frage ist aber, ob deine Orga dich so einfach ein zweites Mal die Familie wechseln lässt. So etwas ist mit viel Aufwand verbunden und wirklich nur die allerletzte Lösung, wenn überhaupt nichts anderes mehr funktioniert.

Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Familie mit einem authistischen Kind zu solch einer Situation führen kann, in der es tatsächlich die beste und letztendlich einzige zufriedenstellende Lösung sein kann, die Familie zu wechseln.
An einer solchen Situation kann man auf Dauer nicht viel verändern, aber die Probleme, die du nun in der Gastfamilie hast, können sich möglicherweise doch verringern lassen. Sprich mit deiner Gastmutter, gerne zusammen mit deiner Betreuerin, wenn du dich dann sicherer fühlst.

Im Extremfall solltest du grundsätzlich ein zweites Mal wechseln können, aber vorher solltest du auf jeden Fall alles probiert haben, um die Situation zu verbessern. Das würde ich dir jetzt so raten, ohne die genaue Situation zu kennen.

Alles Gute für dich!

Ich habe

erst vor Kurzem von einem Mädchen gehört, die ihre Gastfamilie zweimal wechseln musste.
Sicher ist das nicht so schön, grade auch für deine Eltern in Deutschland.
Aber ich meine, du kanntest keine der Familien vorher und wer sagt, dass man sich dort sofort wohlfühlt oder es zumindest annehmbar ist? Klar soll man nicht immer gleich die Gastfamilie wechseln, aber ich finde, weil du ja noch fast ein halbes Jahr da bist, solltest du dich schon irgendwo "zu Hause" fühlen können.
Und das du dich nicht so wohl fühlst, geht ja scheinbar nicht nur von dir aus, wenn du sagst, dass deine Gastmutter ärgerlich wirkt.
Ich denke, nach dem Gespräch mit deiner Mentorin wirst du wissen, ob du wechseln möchtest oder nicht und wenn es möglich ist (von Seiten der Organisation) kannst du es ja probieren, wenn deine Gastmutter nicht so richtig mit sich reden lässt.

Liebe Grüße,

ClaraSmily

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