vom 28.3.2015 10:51
M. S.

Gastfamilie

Hallo,
ich bin neu hier und hoffe dass ich HILFE bekommen kann. Meine Tochter (14) nimmt ab August diesen Jahres an einem Austauschjahr in den USA tei. Dieser Wunsch kam ganz von ihr alleine nach den letzten Sommerferien. Seitdem hat sie nur dieses eine Ziel. Sie hat sich kämpferisch dafür eingesetzt und alles getan um daran teilnehmen zu können. Hat sich in eine Organisation gekümmert. Hat Zeitungen ausgetragen und den Babysitter gemacht um Geld dazu beizutragen, hat sich eigentlich nur noch mit diesem Thema beschäftigt und wurde dabei natürlich immer von uns begleitet und unterstützt. Seit gestern ist ihre ganze Welt aber zusammen gebrochen. Sie weint ständig und ist total unglücklich! Gestern kam der Anruf und die email ihrer Gastfamilie. Nur ist es keine Gastfamilie. Es ist eine alleinstehende Frau (Mitte 50). Sie nimmt wohl noch ein Kind aus der Tschejeslowakei auf. Ich habe lange Gespräche heute Nacht mit meiner Tochter geführt. Sie hat es mir so erklärt: Bei dem Bild dieser Frau kommt nichts bei ihr rüber, im Gegenteil sie fühlt sich unwohl. Der Ort liegt in einem winzigen Dörfchen nur mit Farmen. Die High-School hat nur eine Hand voll Schüler. Egal was sie sich anschaut, alles kommt ihr unsympathisch rüber! Sie sagte, Mama wenn nur eines stimmen würde, dann wäre es Ok und ich hätte was worauf ich mich freue. Aber hier stimmt nichts! Ich glaube auch, das größte Problem ist die fehlende Familie! Sie möchte unbedingt ihr Jahr antreten. Sie sagt aber auch knallhart, da gehe ich kaputt, ich habe Angst!!! Was soll ich tun. Ich sehe gerade dabei zu wie schlecht es ihr geht und es scheint keine Lösung zu geben. Ich mache mir große Sorgen. Man bezahlt soviel Geld, gibt das kostbarste her was man besitzt, muss Mann da einfach so alles hinnehmen? Diese... oder du hast Pech??? Jetzt kommt noch ein Problem dazu was ich habe.. Diese Dame arbeitet für die CIEE und ist Ansprechpartner bzw. Betreuer für die Austauschschüler. Meine Tochter soll natürlich einen anderen Ansprechpartner bekommen. Aber wie objektiv sind sie denn dann wenn meine Tochter Probleme mit jemanden aus den eigenen Reihen hat?!?
Was sollen / können wir tun. Zusehen wie der Traum zerplatzt?!?

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mh

Ich kann die Ängste zwar verstehen, aber finde es schwierig, einer Gastfamilie nicht einmal eine Chance zu geben.
Ich bin selbst ehrenamtlich bei meiner Orga tätig und habe seit September meine erste Gasttochter (als single, ohne eigene Kinder und mit meinen 32 Jahren auch noch recht jung). Ich habe mir sehr lange Gedanken gemacht, ob ich jemanden aufnehmen soll und viele Profile gelesen, um eine ATS zu finden, die zu mir passt. Ich habe mir auch Gedanken gemacht, wie es mit der Betreuung und Gewissenskonflikten aussieht.
Ich kann natürlich nicht für die Gastmutter sprechen, aber mit Anfang April ist es eine sehr frühe Platzierung und keine "ich springe ein, damit die ATS anreisen können". Außerdem möchte sie ja eine weitere ATS aufnehmen, damit die beiden nicht allein sind.
Alleinstehend ist auch nicht gleich mit keiner Familie...wie gesagt, ich bin auch allein, aber meine Gasttochter hat Kontakt zu meinen Eltern, Großeltern, Geschwistern, Onkeln, Tanten und Cousins. Dazu noch zu den anderen ATS und einigen AFS Ehrenamtlichen.
Vielleicht sollte deine Tochter erstmal Kontakt zur Gastmutter aufnehmen und vielleicht auch die Ängste direkt ansprechen.

vom 8.4.2015 23:58
S. R.

Gastfamilie

Hallo,
wir haben ein ähnliches Problem. Unsere Tochter wurde vor kurzem erst 15 Jahre alt und träumt den Traum vom Auslandsjahr schon ziemlich lange, allerdings befürchte ich, dass der Traum nun zerplatzt. Sie soll bei einer Familie mit 4 Söhnen im absoluten Nirgendwo untergebracht werden. Sie hat Angst und weint nur noch, aber ich befürchte es ist besser vom Vertrag zurückzutreten und rund 2.500 EUR in den Sand zusetzen als rund 11.000 EUR für etwas zu zahlen was sie und wir überhaupt nicht wollten. Sie stellt sich die Frage, wozu man eigentlich Fragebögen ausfüllt und Gastfamilienbriefe schreibt, wenn das was man bekommt das absolute Gegenteil ist von dem was man wollte. Es ist klar, dass man nicht alles bekommen kann, aber muss man ein Mädchen in eine Familie mit 4 Söhnen ins Nirgedwo schicken?
Was würdet ihr tun? Wir sind verzweifelt.

Liebe Grüße

Kopf hoch.....

Ich kann Sie sehr gut verstehen. Mein Sohn ist zur Zeit in den USA. Als wir im Mai 2014 den Bescheid bekamen, wo es hingeht, war uns auch ganz schlecht. Clarinda IOWA...ein Haus und keine Nachbarn. Gasteltern 60 und 65 Jahre alt. Aber mein Sohn hat die Zähne zusammengebissen und ich kann Ihnen nun die Angst davor nehmen. Denn die Kids sind den ganzen Tag in der Schule bis 16:30 und danach fangen die Sportveranstaltungen an. Mein Sohn kommt jeden Tag um 19:30 nach Hause. Damit sind sie den ganzen Tag unter gleichaltrigen Jugendlichen. Seine Schule ist sehr sehr klein...mit 15 Schülern. Was ich positiv finde, ist daß Ihre Tochter mit noch einem Mädchen gehostet wurde. Das ist bei meinem Sohn auch so. Ein Junge aus Frankreich und was soll ich sagen...das wird wohl eine Freundschaft fürs Leben. Am Wochenende wird er oft abgeholt von Freunden aus der Schule, da diese ja schon mit 16 den Führerschein haben. Oder er ist froh, einfach mal abchillen zu können. Also Kopf hoch. Alles wird gut.

Diskussionsübersicht
28.3.2015
M. S.
Gastfamilie
6.4.2015
Marion F. Panama AFS-DE 1999/00
6.4.2015
Maria M. USA 2014/15
6.4.2015
M. S.
7.4.2015
Maria M. USA 2014/15
6.4.2015
M. S.
8.4.2015
S. R.
9.4.2015
Maria M. USA 2014/15
9.4.2015
Maria M. USA 2014/15
9.4.2015
S. R.
10.4.2015
Maria M. USA 2014/15
10.4.2015
S. R.
12.5.2015
Mirjam S. USA Ayusa-Intrax 2014/15
12.5.2015
Mirjam S. USA Ayusa-Intrax 2014/15
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