familien wechsel

hi antonia,

ich bin ganz deiner meinung, warum sollte man sich in dem jahr auf das man so lange gewartet hat quaelen und ein schlechtes jahr haben.
warum hast du denn damals gewechselst?

bye
jezz

beitragkette.gif Auf diesen Beitrag gibt es eine Abfolge von 6 Antworten, ohne dass sich die Diskussion "verzweigt". Deshalb können gleich alle angezeigt werden:
vom 22.3.2005 12:34
B. R.

Familienwechsel, etwas präziser

Hallo Jezz,

im Prinzip gebe ich Dir recht, aber ich denke, man kann deine Aussage ruhig noch etwas präzisieren denk Ein Austauschjahr besteht aus beidem, dem Versuch, mit einem unbekannten Leben zurechtzukommen und sich in eine neue kulturelle Umwelt einzuleben. Dazu gehört eben auch, sich gelegentlich (und vor allem am Beginn des Austauschjahres nach dem Verinnen der ersten Euphorie) unglücklich zu fühlen. Das ist Teil der Austauscherfahrung ohne die diese nicht mehr dieselbe wäre. Anstrengung und sich auch mal schlecht fühlen muss man erfahren haben, um zu wissen, wann und dass es einem gut geht.

Ich vermute, dass viele Austauschschüler ihre "Leiden" der ersten Monate zu sehr auf die Gastfamilie oder die schlechte Chemie zwischen ihnen abladen. Wer nämlich nach drei Monaten die Familie wechselt, hat nämlich einen großen Teil seiner Integrationszeit nämlich bereits verlebt und von daher von vornherein bessere Ausgangsbedingungen in der zweiten Gastfamilie, weil er/sie sich bereits an viele Bedingungen der Gastumgebung angepasst hat und dieselben Fehler mit großer Wahrscheinlichkeit nicht noch einmal macht Zwinker


LG, Bent

vom 22.3.2005 17:56
B. R.

Was ist denn geschehen?

Hey :o)

Vielleicht besteht das Kunststück darin, in jeder jeweiligen Familienkonstellation festszustellen, was man genau daraus lernen kann? Ich habe auch einmal Familie gewechselt (war damals todunglücklich mit der Situation und meine Familie glaub ich auch), aber im Nachhinein seh ich viele Dinge, die ich in dieser Familie auch noch hätte lernen können, aber nicht habe, weil ich es verpasst habe, mir damals Gedanken darüber zu machen. Und vielleicht hätte sich mein Verhältnis zur ersten GFamilie ja auch noch gewendet - die berühmte "Was wäre gewesen, wenn..."-Frage. Aber auch ein FWechsel ist ja noch keine Garantie, dass es einem dann besser gehen wird-ich denke, ob es einem "gut" geht, oder nicht, hängt auch viel davon ab, wie man selbst nach Lernmöglichkeiten sucht.

Was ist denn bei Dir eigentlich wirklich passiert? Waren deine Familienmitglieder vorher mehr zu Hause?

Ja, du hast voellig recht!

Ich weiss nicht ob du meinen beitrag gelesen hast, ich hab nach 2 monaten meine gastfam gewechselt, weil ich mit meinen gastgeschwistern nicht zurechtgekommen bin. ich mein ich hatte vorher nie SCHWESTERN gehabt und wusste nicht wie das ist wenn die deine klamotten , eigentlich deine ganzen sachen benutzen. Ich glaub dass ich vieles haette anders sehen koennen. Ich haette z.b. offen mit ihnen darueber reden koennen ohne die direkt zu beschuldigen. eigentlich war es wenn ich jetzt darueber nachdenke schoen mal schwestern zu haben, da ich zuhause nur brueder hab. aber wie gesagt, es ist vorbei und die frage "was waere wenn..." werde ich wohl nie beantwortet kriegen. die ganze zeit bis vor 3 monaten wollte ich nichts mehr mit meiner ersten gastfam zu tun haben, doch dann hab ich mir mal gedanken darum gemacht, was es nicht eine leistung ist ein voellig fremdes kind in seine familie aufnehmen zu wollen, selbst wenn man nicht so viel geld hat. Naja wie gesagt, ich kanns nicht mehr rueckgaengig machen, bin aber trotzdem froh meine jetzige gastfam gefunden zu haben.

vom 23.3.2005 12:45
B. R.

Yepp. das glaube ich

Find ich gut, deine Gedanken. Auch ist es schön, dass es dir in deiner neuen GF gefällt. Hast du denn noch Kontakt zu deiner ersten family?

emailkontakt

Ja, ich hab noch kontakt mit meiner ehemaligen gastmutter. hab der vor ca. 2 monaten eine email geschrieben, dass mir das alles leid tut, und dass ich jetzt erst gemerkt hab, dass ich mich in vielen situationen falsch benommen hab. hab ihr dann auch eine grosse "thank you!" karte geschrieben. ich hab echt ein ziehmlich schlechtes gewissen. aber meine gastmutter bzw. ex-gmom sieht das ganz easy und meint ich waere eine ganz tolle gasttochter gewesen und sie findet das schade, dass ich nicht mehr bei denen wohne. end februar haben die mich eingeladen mit denen uebers weekend zu reisen, aber afs und meine jeztige gastfam haben das nicht erlaubt. kann ich zwar verstehen, aber haette die auch gerne nochmal gesehen.

vom 24.3.2005 12:02
B. R.

Na, dann ist der...

... Familienwechsel doch (zumindest dem Anschein) nach ohne großen Schaden für deine erste Gastfamilie und dich abgelaufen. Bin froh, dass es auch so geht. Oft haben Austauschschüler (oder GF) nämlich Brührungsängste, weiter mit ihrer ersten Gastfamilie bzw. Austauschtochter/sohn in Verbindung zu stehen, weil es unausgesprochene Dinge oder ungelöste Probleme verhindern. Ich bin mir am anfang auch recht eigenartig vorgekommen, wieder bei meiner ersten GF an die Tür zu klopfen, um zumindest den Kontakt nicht abbrechen zu lassen. Ich bin nämlich nur ein paar Blocks weiter umgesiedelt. Da ging mir schon etwas die Muffe.

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