Erwartungen

Hallo,

ich war selbst ein Jahr im Ausland und kann sagen, die Zeit der Eingewöhnung dauert. Ich hatte bis zuletzt kein sonderlich harmonisches Verhältnis zu meiner Gastfamilie, Freunde hatte ich wenig, und auch sonst gab es manchmal viel Zeit der Kontemplation. Es war allerdings eine unendlich bereichernde Zeit, sie hat den Grundstein für so viel gelegt, was danach kam. Sicherlich soll niemand leiden müssen, allerdings würde ich schon eine 4-Wochen-Regel beachten; 4 Wochen durchhalten und dann resümieren. Ansonsten halte ich Regeln für eher belastend. Wie oft ernun Kontakt nach Hause hat, das sollte ihm überlassen sein, so lange er nicht völlig depressiv und lethargisch im Zielland lebt.
Kann er sich nicht mit anderen Schülern der Organisation zusammentun? Das hat uns damals sehr geholfen. Wir haben Ausflüge gemacht, das Land bereist, waren ständig unterwegs. Ich habe Theater gespielt, Kurse gemacht Hobbys ausgelebt. Sowas hilft ungemein! Aber das muss man natürlich auch MACHEN, nicht nur theoretisch durchspielen.
Ich war zB einmal in der Woche abends zum Essen verabredet, zweimal pro Woche im Theaterkurs (außerschulisch). Dann muss man natürlich auch mal mit sich allein sein können, ich bin Spazieren gegangen oder auch mal durch die Stadt gebummelt. Man sollte schon gucken, dass man sich beschäftigt. Und nebenbei bemerkt, meine Familie hat mir damals gar kein Internet gestattet! Man überlebt alles, aber man muss schon selber aktiv werden.
Ich war ein schüchterner Mensch, aber solche Erfahrungen lehren viel Selbstbewusstsein und Aufgeschlossenheit sowie Empathie für andere.

Ich wünsche viel Erfolg!

Diskussionsübersicht
26.8.2017
Linnea S. Schweden DFSR 2016/17
26.8.2017
Stefanie V. USA 2017/18
30.8.2017
V. P.
13.10.2017
Erwartungen
20.10.2017
X Schließen
Success
Error
0.23