vom 30.10.2017 18:06
J. B.

EF Erfahrungsbericht

Hallo zusammen!

Im Jahre 2014/15 habe ich meinen Austausch in den USA gemacht. Ich wollte hier mal meine Erfahrung teilen, da ich mich hier auch über die passende Organisation schlau gemacht habe. Also, ich habe meinen Austausch mit EF gemacht. EF hatte bei mir schon von Anfang an eigentlich den besten Eindruck hinterlassen, was die Website und Broschüren angeht. Die Website ist sehr gut verständlich und man findet sehr schnell das, wonach man sucht. Natürlich habe ich mir auch andere Organisationen angeschaut. Als ich mir nur mal die Website von AFS angesehen habe, viel mir sofort auf, dass sie sehr chaotisch ist. Deshalb war für mich eigentlich schon sehr schnell klar, dass ich nicht mit AFS gehen möchte. Wenn die Website schon chaotisch ist, wie wird dann der Austausch sein? Nach langem informieren und vergleichen habe ich mich dann endlich für EF entschieden. Insbesondere aus dem Grund, dass EF nicht mit einer Partnerorganisation zusammen arbeitet und vor Ort nur Leute von EF sind. Deshalb bieten sie aber nur drei Länder an. Für mich war diese kleine "Einschränkung kein Problem, da ich sowieso in die USA wollte.
Aber wie war es denn eigentlich? Und stimmen all diese Horror- stories die es über EF gibt? Also bei mir war es so:
Zuerst musste ich mal das Bewerbungsformular ausfüllen. Das ist sehr lang und detailliert, da man ja die Person die man Aufnimmt (Gastfamilie) beziehungsweise die Person, die man in den Austausch schickt (EF) gut kennen lernen. Meiner Meinung nach ist das sehr wichtig, EF muss sich ja auch sicher sein, dass der Schüler den sie in den Austausch schicken gesund ist und keine Probleme verursachen wird. Nachdem EF sich mein Dossier angeschaut hat, bekam ich eine gute Rückmeldung was ich noch verbessern/ wo ich noch mehr schreiben könnte. Schlussendlich möchte ja die Gastfamilie so viel über einen wissen, wie möglich. EF hat mir dabei sehr gut geholfen. Danach wurde ich zu einem Interview eingeladen. Die Leute die für EF arbeiten sind alle sehr freundlich. Das Interview habe ich bei einem ehemaligen Austauschschüler gemacht und konnte auch sogleich alle meine Fragen stellen. Nach dem Interview habe ich den Vertrag bekommen und unterschrieben. Dann musste ich noch weiter Sachen ausfüllen aber dann war eigentlich der meiste Papierkram auch schon vorbei. Währendem EF meine Gastfamilie gesucht hatte, wurde ich ab und zu wieder angerufen. Die Leute von EF haben dann mit mir geredet und mir weitere Fragen beantwortet. Hier kommt auch noch ein weiterer guter Punkt (zumindest ist das hier in der Schweiz so), wenn man im Büro anruft spricht man meistens mit der selben Person. Diese kennt einen auch schon, da sie ja die eigentliche Ansprechsperson für einen ist. Die Leute kennen einen sehr gut und es ist nicht einfach jedes mal jemand anders.
Als ich dann mein Visa beantragen musste, war ich manchmal wegen dem ganzen Papierhaufen fast am verzweifeln. Die Anleitung die wir von EF bekommen haben ist aber ziemlich gut, und natürlich konnte ich auch da jeder Zeit im Büro anrufen und mir wurde weitergeholfen. Bevor es dann losging, gab es ein Preparation-Weekend. Dort haben sich alle zukünftigen Austauschschüler getroffen und wir konnten unsere Vorfreude und Ängste miteinander teilen. Es gab sehr hilfreiche Tipps von den ehemaligen Austauschschüler und wir hatten tolle Aktivitäten. Es gab auch noch ein weiterer Info teil für die Eltern, da diese sich oftmals Sorgen machen.
Ende Juli ging es dann auch schon los. Zuerst flog ich ins Camp, das war damals noch in Boston, heute ist es aber in New York. Der Campus der Universität war extrem schön, das Essen war gut und ich habe viele neue Freunde aus der ganze Welt kennen gelernt. Wir haben uns auch ein Baseball-game angeschaut und einen tollen Ausflug gemacht. Ich bin froh, bin ich ins Camp, ich glaube ich hätte nie so tolle Leute kennen gelernt wie in den 10 Tagen. Ausserdem gab es mir noch etwas Zeit, mich an das ganze zu gewöhnen bevor es dann zur Gastfamilie ging. Das heisst Jet-lag ausschlafen und sich an die grösse des Landes zu gewöhnen. Damit meine ich die anderen Portionen beim Essen, die Distanz vom Flughafen zum Camp oder auch nur vom Camp zum nächsten Walmart.
Nun zu meiner Gastfamilie. Ich hätte keine bessere haben können. Wir waren ein perfect match ;) Ich hatte/habe zwei jüngere Gastbrüder und eine Gastschwester in meinem Alter. Die Familie hatte ausserdem noch einen kleinen Pudel. Ich könnte glaube ich Stunden lang von meinem Austauschjahr reden/schreiben also versuche ich es kurz zu halten. Nein, bei mir gab es keine komischen Vorfälle. Wenn ich ein Problem hatte oder einfach reden wollte konnte ich jeder Zeit meinen IEC anrufen oder mich mit ihr treffen. Gross Probleme gab es eigentlich keine. An meiner High school gab es noch andere Austauschschüler die aber nicht mit EF da waren, zwei von ihnen konnten ihren IEC gar nie erreichen und eine davon hatte Probleme mit ihrer Gastfamilie und wollte unbedingt wechseln. So etwas hätte ich mir nie vorstellen können, da mein IEC nur einen Anruf entfernt war. Während meinem Austausch habe ich verschiedene Sportarten ausprobiert und bin sehr dankbar dafür, da ich neue Stärken entdeckt habe. Ausserdem hat mir das Austauschjahr sehr viel Selbstständigkeit beigebracht. Ich war noch nie alleine in den Ferien. Durch mein Austauschjahr bin ich viel Unabhängiger und Verantwortungsbewusster geworden. Ich weiss, dass ich nun (fast) alles schaffen kann. Ich weiss nun wie ich mit Problemen umgehen muss und meine Menschenkenntnisse haben sich sehr verbessert. Ich bin auch nicht mehr so schüchtern und gehe öfters jetzt auch auf fremde Menschen zu.
Wie schon erwähnt habe ich selbst keine Horror Geschichten erlebt. Natürlich kann es mal dazu kommen, dass man sich mit der Gastfamilie nicht versteht, aber die meisten Probleme können durch gute Kommunikation gelöst werden. Wenn es man aber keine andere Wahl hat, kann man natürlich jeder Zeit seinem IEC anrufen und die Gastfamilie wechseln.

Ich würde jedem ein Austauschjahr empfehlen. Für mich war EF die richtige Wahl und ich hab mich immer sehr sicher und Wohl gefühlt. Ich finde das ist besonders wichtig und kann daher nur eigentlich nur positives über EF sagen. Ich würde es jeder Zeit wieder machen und am liebsten gleich nochmal gehen. Ich hoffe dieser Beitrag kann euch weiter helfen :)

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