Die Neuseeland-Problematik

Neuseeland hat ein super Image in Deutschland und auch weltweit. Daher wollen viele Jugendliche dort einen Austausch machen. Neuseeland hat aber nur 5 Millionen Einwohner. Das ist beispielsweise deutlich kleiner als die Slowakei, wo es jedes Jahr ca. 5 Austauschschüler gibt. In Neuseeland sind es wohl eher 1000+. In den meisten Schulen vor Ort stoßen Austauschschüler daher nicht gerade auf Gegenliebe oder überfüllen ganze Jahrgänge. Einige seriöse Organisationen haben sich daher in den letzten Jahren auch wieder aus Neuseeland zurückgezogen.


Und jetzt konkret zu MAP:
Was genau findest du an dem Unternehmen gut? Was hat dich überzeugt? Das hört sich jetzt vielleicht schon sehr kritisch von mir an. Es wird aber sicherlich etwas geben, was sie für dich positiv von anderen Anbietern absetzt. Das wäre interessant zu verstehen.



MAP Preise:
Programmpreise werden nicht offen genannt stattdessen wird mit "ab" (Mindestpreisen) kommuniziert. Was genau dabei inbegriffen ist, ist auch nicht erkennbar. Das einzige, was sie schreiben sind die Beträge für die Gastfamilie und die Schule. Sind Gastfamilienwechsel/ Schulwechsel in dieser besonderen Konstelation (siehe Abschnitt unten) möglich? Die Preise unterscheiden sich sehr je nach Schule, weil die unterschiedlich viel Schulgeld haben wollen. Für 4Terms liegt der Mindestpreis bei 17800. Dazu kommen die Flüge, bei einem Mindestpreis von 1800. Das Vorbereitungsseminar in Auckland kostet extra, wie viel wird aber nicht offen angegeben. Wie ich finde, ist ein gutes Seminar aber eine entscheidende Basis für einen qualitativ gutes Austauschjahr. Das nur freiwillig anzubieten, ist problematisch.




Folgenden Abschnitt auf der Webseite finde ich interessant:

"Partner von MAP ist die jeweilige neuseeländische Schule. Unsere Partnerschulen auf der Nord- und Südinsel haben sich mit dem „Code of Practice for the Pastoral Care of International Students“ der Einhaltung bestimmter Qualitätsstandards in Bezug auf die Gastfamilienunterbringung verpflichtet und sind beim „New Zealand Ministry of Education“ gelistet."

Frag doch mal nach, ob dir MAP die Qualitätsstandards aushändigt und wo und wie du die Einhaltung dessen bei Nichteinhaltung einfordern kannst?

Die Partner vor Ort sind direkt die Schulen? Wenn du mit der Schule also Probleme haben solltest, gibt es niemanden, der für dich vermittelt.

Der letzte Satz hört sich Fancy an. Aber jede Schule ist von einem Bildungsministerium anerkannt, sonst wäre es keine Schule.

Lieben Gruß
Elias Wille

Diskussionsübersicht
23.10.2021
Julia C. Neuseeland 2023/24
6.11.2021
Elias W. USA YFU-DE 2010/11
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