vom 28.3.2017 01:15
A. A.

DFSR - Der Dreck aller Organisation

Hey,
ich würde gern meine Erfahrung mit DFSR euch weitergeben und von meinem Austauschjahr berichten.

Also angefangen hat alles als ich mich "beworben" habe im Dez 15 und mir mit voller Euphorie eine Mitarbeiterin von ihrem Austauschjahr erzählt hat, wie schön es doch war bla bla etc. Es kam mir vor als ob die Mitarbeiterin von einem Pauschalurlaub erzählt.
Als ich dann mit voller Freunde und Aufregung Anfang Juli nach Ballart (1h von Melb) gereist bin wurde ich schnell enttäuscht nämlich das ich nur eine "Welcome Family" hätte und die Dame 4 Wochen später verlassen müsste. Das war schon ein guter Start dachte ich mir, aber das sollte mich ja nicht aufhalten (und die 1 Woche die ich alleine bei der Gastmutter verbringen musste da DFSR oder SCCE das mit der Schule nicht anständig geklärt hat). Bei meiner Bewerbung habe ich angegeben das ich keinen Hund möchte, einfach nur weil ich keinen wollte. Die Mitarbeiterin sagte mir es sei gar kein Problem und das ich nicht der erste sei! Naja 1 Monat später hatten sie halt eine Familie für mich mit einem Hund, aber ich habe ja drauf bestanden das ich keinen möchte, also sagte ich DFSR sie sollten weiter suchen.
Kurz gesagt ich landetet 2 Monate bei einem 86 Jährigen frisch verwitweten Pfarrer. Begeistert war ich am Anfang nicht und ich dachte es sei nur eine Übergangslösung. Um ehrlich zusein war er ein sehr netter älterer Herr und wir sind gut miteinander ausgekommen aber trotzdem war es nicht das was ich mir unter einem Austauschjahr vorstelle. In dieser Zeit war ich sehr oft allein und habe mich nicht wohlgefühlt mit der Situation, DFSR sagte mir nur das sie alles tun um eine neue Familie zu finden, naja daraus wurde nichts. Als es mir zu viel wurde habe ich die Organisation täglich angerufen das ich gerne woanders hinmöchte, aber abgespeist wurde ich nur mit hey, es gibt keine Familien in Ballarat. und bei SCCE war ich eh schon kein gern gehörter Anrufer. Eine Mitarbeitern hat mir auch vorsichtig gesagt das es aufgrund meiner religiösen Gewohnheit wäre jmd zu finden. Naja, man könnte vermuten wie ich mich gefühlt habe.
Eine Zeit lang hab ich auch auf dem Boden geschlafen da, die Schlafcouch kaputt gegangen ist. SCCE hat mir nur unterstellt das ich das Bett kaputt gemacht habe. Nein, die Schlafcouch war nur so alt wie mein Gastvater selber. Erst als mein Gastvater mich selber nicht mehr nehmen konnte da sein Sohn an krebs erkrankt ist, hatte dies erstmal ein Ende, provisorisch konnte bei den Eltern meiner Lehrerin bleiben um nicht nach Mildura abgeschoben zuwerden. Als SCCE dann eine Familie für mich hatte, wurde es aber nicht besser.
Die neue Familie war sehr streng (Wifi 22 uhr aus, nicht bei Freunden übernachten, um 5 p.m. zurück sein), Natürlich habe ich mich am Anfang angepasst, und so gut es geht faux-pas aus dem weg zugehen, aber auch bei Kleinigkeiten hatte der Vater etwas zusagen, z.B. bei einem nassen Bad war er sehr wütend auf mich. Auch in dieser Zeit habe ich mich nicht sehr wohlgefühlt da ich mich nicht Einleben konnte sondern immer auf alles 3x acht geben sollte.
Die Familie hatte einen Road-Trip geplant in den Sommerferien, wo sie mich natürlich mitgenommen haben unter der Voraussetzung das ich in keine Faux-pas stolpere wie der Vater mir vorher sagte.
Geschlafen haben wir in verschiedenen Ferienhäuser/Bungalows. Das erste Bungalow war sehr klein und die Familie hatte für mich ein Zelt aufgebaut, was ich auch noch verstanden habe. Dies wiederholte sich aber in allen 3 anderen Bungalows, obwohl genügend Betten zur verfügung da waren. Ab da wusste ich das ich doch nicht dazu gehöre. An unserem letzen Aufenthaltsort in Sydney kam dann das schlimmsten szenario. Die Gastfamilie hat in einem Hotel geschlafen, die Straße entlang war mein Hostel und ich sollte die 2te Nacht bar bezahlen, dies habe ich aber übersehen und hatte anstatt 120 Dollar nur 90 auf der Tasche. Verzweifelt habe ich meine Bank Karte zerkratzt damit die Gastfamilie nicht wieder auf mich zeigen kann und sagen kann ich sei Schuld. Ich habe der Gastmutter gesagt meine EC Karte sei kaputt und ich bräuchte 20 Dollar um meine unterkunft, sie überlachte die Situation und sagte wortwörtlich"Honey, we dont borrow you money". Ich wusste echt nicht was ich machen sollte, und dachte mir auf der Straße in Sydney können sie mich ja nicht zurück lassen, aber es sah so aus.
Gott sei dank, hatte ich 20 euro auf meiner Kreditkarte, und konnte es selber bezahlen. Am selben Abend waren wir im Restaurant. In der Runde haben wir alle ein getränk bestellt, der Vater sagte mir das wir die Rechnung splitten(Rechnung teilen, halb halb). Ich dachte dies wäre ein Witz doch der Vater erwiderte das ich ihnen ja eine Einladung versprochen hätte und er dies jetzt einlösen möchte.
Ich sagte ihn das er wüsste das ich kein Geld habe, nichtmal für mein eigenes Essen. Er antwortete das ich das Restaurant verlassen solle, und die Cola bezahlen solle. Mir war es sehr sehr peinlich vor einem vollem Lokal das Restaurant mit einer Cola zuverlassen. Um ehrlich zusein war dies das peinlichste was ich je erlebt habe. Schlafen gegangen bin ich ohne Essen. Meiner Mutter war sehr empört und schickte mir sofort Geld was auch am nächten Tag drauf war. SCCE sagte mir nur das es die entscheidung der familie ist das Gastkind einzuladen. Der Vater hat mich auf einen Kaffee eingeladen und wollte mir sagen das er mich nicht mehr nehmen könne, da wir zuverschieden seien. Ich habe es akzeptiert. Verlassen sollte ich die Familie anfang nächster Woche. Als wir Zuhause waren sagte mir der Vater ich solle sie morgen verlassen. Ich packte meine Sachen in Mülltüten da ich nichtmal Zeit hatte mir eine neue Tasche zuzulegen. Am nächsten Tag stand ich vor der Tuer und der Vater nannte mich eine Schande für Deutschland und einen Gauner. Weshalb der vater so wütend war konnte ich selber nicht verstehen. Am selben Tag wurde ich zum Bahnhof gefahren und die organisation hatte mir nur eine Adresse genannt, bei einer "Notfall Familie/Unterkunft". Nach einer Woche in der Unterkunft hatten sie eine neue Familie in Bendigo. Ich musste die Schule und meine gewohnte Umgebung verlassen. Also einen kompletten neuanfang in den letzten 4 Monaten. Die Familie war sehr sehr nett und wohlgefühlt habe ich mich auch aber es war nicht das selbe wie zuanfang. Ausserdem habe ich während dessen einen Brief an die vorherige Gastfamilie geschickt(mit unschönen worten). Ich wollte einfach wissen, weshalb man einen austauschschüler aufnimmt und ihn dann so behandelt.

DFSR hat sich 0 um mich gekümmert in dem Jahr, alles lief schief. Wenn ihr euch eine Orga. sucht dann nicht DFSR das ist der größte Abschaum. Die haben das Austauschjahr wie einen Pauschalurlaub präsentiert, und am ende war es nur der größte Scheisse. Nix konnten sie Organisieren ausser den Rückflug. Um ehrlich zusein weis ich auch nicht was mit den 13000 Euro geschehen ist. Null betreuung und nur unterstellungen. Mein jahr habt ihr versaut, danke. Hoffe das ihr pleite geht.

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...

Da ich weder Zeit noch Lust habe die Fehler in deiner Kausalkette aufzuarbeiten, kann ich einfach nur sagen, dass ich mit DFSR vollkommen gegenteilige Erfahrungen gemacht habe und mache.

Es tut mir zwar Leid, dass du da so Pech hattest, allerdings sollte man schon mit einem Hauch von objektiven Denken erkennen, dass DFSR im Prinzip an nichts von all dem Schuld hat und dass es äußerst unnötig ist hier so einen Hetzt-Post zu veröffentlichen.

Liebe Grüße,
machs gut und komm erst mal runter, in ein paar Jahren schaust du da schon mit ganz anderen Augen drauf,

Emilia
-glückliche DFSR-Austauschschülerin

Ähm. ja. nein. wtf.

Hallo erstmal,

Direkt vorweg, ich bin voll und ganz Emilias Meinung. Ich bin jetzt seit Mitte August mit DFSR in Schweden und ich bin sehr sehr zufrieden mit der Orga.
Mein Auswahlgespräch war übrigens gar nicht so wie du es beschrieben hattest, was du mit "Pauschalreise" meinst, musst du mir echt erklären. Der junge Mann, der bei mir daheim war, hat sogar mehrmals betont, das viele den Fehler machen ein Auslandsjahr wie eine Pauschalreise zu sehen. Einen Fehler, den du anscheinend begangen bist.
Nun, wo soll ich anfangen? Vielleicht bei deiner Welcome Family. In meinem Jahrgang an Schwedenschülern gab es ein Mädchen von DFSR/explorius die nicht einmal eine Welcome Family hatte und einen Monat später nach Schweden geflogen ist. Und hat sie das an einem tollen Auslandsjahr gehindert? Nein. Eine gute Freundin von mir hatte auch eine Welcome Family (auch wenn nur für 3 Tage), aber war sie enttäuscht? Nein. Dann deine Attitüde mit dem Hund. Ich weiß gerade keine anderen Worte außer Mädel was ist bei dir falsch? Wenn du eine Allergie oder Hundephobie hättest, gut, das kann man verstehen. Aber keinen Hund zu wollen, "weil [man] einfach keinen will" ja hallo? Man kann keine Sonderwünsche haben und sich dann wie eine Prinzessin darüber aufregen, dass diese nicht berücksichtigt werden können.
"[...] trotzdem war es nicht das, was ich mir unter einem Austauschjahr vortselle". Hier. Da ist es. Die Begründung all deiner Probleme, die du mit DFSR hattest. Hast du bei deinem VBT nicht aufgepasst, als über Erwartungen gesprochen wurden? Also anscheinend nicht.
Klar, deine dritte Familie war voll für den Arsch, aber dafür kann DFSR nichts. DFSR hat in jedem der Länder Partnerorganisationen, die sich um die Gastfamilienvermittlung etc kümmern. DFSR da die Schuld in die Schuhe zu schieben geht gar nicht, sorry.

Zu der Sache mit dem Geld. Denk mal darüber nach, DFSR hat Mitarbeiter, die bezahlt werden müssen, genau so wie ein Büro (Website, etc.) bezahlt werden müssen. Im Programmpreis enthalten sind auch VBT und Flug (der nach Ozeanien ja wirklich nicht günstig ist). Dann geht höchstwahrscheinlich noch ein Teil an die Parnterorganisation.

Also, nochmal zum Mitschreiben: Du führst dich auf wie eien Prinzessin, hast wahrscheinlich vor der Abreise zu viele ef-Werbevideos gesehen und denkst, dass in einem Auslandsjahr alles perfekt läuft. Tut es nicht. Es gibt immer viele schöne, aber auch viele negative Momente und das Ziel eines Auslandsjahres ist es zu meistern und daran zu wachsen. Ist bei dir anscheinend nicht der Fall. Klar, es ist immer einfacher den Fehler bei anderen zu suchen, aber (das wird jetzt wehtun) du bist zum größten Teil selbst Schuld, dass dein Auslandsjahr nicht so lief wie gewünscht.

Herzliche Grüße und einen Arschtritt aus Schweden.

...denk mal drüber nach...

vom 29.3.2017 18:48
M. A.

Meiner Meinung ist DFSR eine gute Orga,

Hallo, auch ich empfinde gerade das dringende Bedürfnis meine Meinung zu schreiben.
Ich bin selbst Mutter einer Austauschschülerin und habe auch selbst eine Austauschschülerin zu Gast.
Meine Tochter und auch meine Gastschülerin sind bei DFSR. Mir ist noch nichts negatives aufgefallen. Das Austauschjahr meiner Tochter kostet nicht mehr als bei anderen oder bei gemeinnützigen Organisationen. Wir fühlen uns rundum gut betreut. Dass Australien deutlich mehr kostet ist logisch, und versuch mal ein Australienprogramm zu bekommen, die Chance bei vielen Orgas sind sehr schlecht, also sei dankbar, dass DFSR dir das ermöglicht hat.
Doch nun mal zu deiner Geschichte
Bereits der Titel deines Beitrages lässt ahnen, dass es sich um eine wenig sachliche Schilderung handelt. Und ich will dir mal auf die Sprünge helfen. Ein Austauschjahr heißt in erster Linie sich anzupassen, andere Lebenssituationen kennenzulernen, zu akzeptieren und Schwierigkeiten zu meistern. Sicher gab es eine Aneinanderkettung ungünstiger Situationen, aber du hast diese auch zum Teil mitverschuldet. Ich muss dir auch sagen, dass ein Austauschjahr kein All-inkl.-Urlaub ist und eine Gastfamilie muss auch nicht alle Kosten für dich tragen. Dass du die Übernachtungskosten bei Urlaubsfahrten nicht bezahlen willst oder kannst trägt nicht zu besonderer Harmonie bei. Du machst deine Geldkarte kaputt um nicht bezahlen zu müssen „zu können“...das zeigt deine Grundeinstellung. Überlege mal, was hast du für die Familie getan? Hast du versucht dich einzubringen? Ich meine das nicht finanziell. Wobei du mal bedenken solltest, dass die Familien in der Regel kein Geld dafür bekommen, dass du bei ihnen lebst. Das Verhalten der beschriebenen Gastfamilie ist sicher so nicht in Ordnung, aber ich vermute du hast schon auch dazu beigetragen, dass es so kam.
Und die Tatsache, dass DFSR in deinem ATJ so viele Gastfamilienwechsel und auch noch einen Schulwechsel organisiert hat, und du dann doch noch 4 schöne Monate hattest, zeigt dass diese Orga durchaus für dich da war. Mit manch anderer Organisation wärst du vielleicht ganz schnell wieder zu Hause gelandet.
Ich hoffe du kannst was daraus lernen,
du bist noch jung, es ist noch nicht zu spät 😉

vom 29.3.2017 19:22

Du tust mir leid

Hey,
In deinem fall war das schon sehr viel Pech, ich denke allerdings das solche Szenarien dir in jeder Orga passieren können. Aber an deiner Stelle würde ich auch so reagieren, denn das kann eigendlich nicht sein.

Diskussionsübersicht
28.3.2017
A. A.
DFSR - Der Dreck aller Organisation
28.3.2017
Emilia H. Schweden DFSR 2017/18
29.3.2017
Kai V. USA ISKA 2017/18
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