DE/LE

Die spanischen Diplome heißen Diploma Español como Lengua Extranjera und werden hier in Deutschland vom Instituto Cervantes abgenommen, insofern sind sie "spanisch" geprägt. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wieso man durchfallen sollte, weil man kein spanisches Spanisch spricht. Erstmal sprechen die Spanier auch nicht alle gleich, zweitens gibt es zwar ein "lateinamerikanisches" Spanisch, aber in den einzelnen Ländern auch große Unterschiede mit der Folge, dass die Leute aus Chile anders sprechen als die Argentinier, die anders als die Peruaner, etc. (Ein Niedersachse redet ja auch anders als ein Bayer und der wieder anders als ein Schweizer).
Letztlich verstehen sich aber alle Spanischsprecher genauso wie alle Deutschsprecher, auch wenn es manchmal komische oder peinliche Situationen gibt, weil manche Worte eine andere Bedeutung haben.
Was ich dir leider nicht sagen kann, ist, ob in Lateinamerika die Möglichkeit besteht, dieses Diplom abzulegen.
Dass auch ehemalige ATS durch diese Prüfung durchrasseln, könnte eher daran liegen, dass sie in Lateinamerika zwar sehr schnell Spanisch lernen, oft einen großen Wortschatz haben, aber oft auch sehr falsch sprechen und schreiben. Das passiert besonders denen, die ohne Grundkenntnisse dorthin gehen.
Sabine

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muchas gracias!

éh hola sabine!

herzlichen dank für deine Antwort! ich bin zwar schweizer, aber ich denke dass man das auch in der schweiz machen kann..sonst wäre das ein bisschen komisch.
DE/LE muss ich mir merken.
ähm das mit dem durchrasseln stammt von einer Tante, die zwar fliessend spanisch spricht (aber natürlich das spanische spanisch wie es sich gehört Thumb up) und die sagte einer Cousine, die in Chile war, dass da gewisse Unterschiede und Schwierigkeiten bestehen. Ich glaube aber, dass ich mich bei ihr noch erkundige und wenn die Unterschiede gravierend sein sollten, nehm ich halt dann ein SPANISCHES grammatikbuch mit...dann wird das wohl klappen!
hm...in der schweiz kann man ja auch deutschkurse machen (Goethe-Institut?!) und dann auch so mit gewissen Prüfungen abschliessen. Dann sollte das doch in meiner zukünftigen Heimat auch klappen...?!

saludos cordiales, Christoph

Gerne

Hola Christoph, ein anderes als ein spanisches Grammatikbuch wirst du wahrscheinlich gar nicht finden - lateinamerikanische Sonderfälle sind meist extra aufgeführt (also in Argentinien "vos querés" statt "tú quieres") so wie in den Wörterbüchern ja auch spezielle Bedeutungen bei einzelnen Wörtern stehen (also in Argentinien nie "coger" benutzen, weil es das berühmte f-Wort ist, während es in Spanien ja ein ganz normaler Begriff ist).
Dass es weltweit Goethe-Institute gibt und du sogar in Deutschland oder der Schweiz Deutschprüfungen ablegen kannst, liegt an unserer guten und internationalen Organisationsstruktur (na ja, nicht immer, aber eben doch meistens) - und sicher wird es auch die Möglichkeit geben, Spanischprüfungen zu machen.
Für Argentinien wirst du ziemlich umdenken müssen. Es gibt kaum größere Organisationschaoten als die Argentinier, keine Ahnung, warum die meisten Sachen dann letztendlich doch irgendwie klappen! Ich liebe das Land und seine Menschen sehr, aber es ist nicht immer einfach - und ob du dort Spanischprüfungen ablegen kannst, weiß ich wirklich nicht. In kleineren Orten ohne große Städte in der Nähe ist das mit Sicherheit unmöglich, in den größeren Städten vielleicht. Sonst musst du halt bis zum Ende des ATJ warten.
Un saludazo
Sabine

Argentina mi amor...

eh ché!

ja, auch ich habe bereits einiges über das vermeindliche Organisationstalent der Südamerikaner (also vor allem Chilenen) gehört. Jedoch denke ich, dass das eine gewisse Flexibilität braucht, um damit umgehen zu können und das wiederum ist immer nützlich, ¿no?
Eigentlich habe ich mich für Argentinien entschieden, weil ich gerade erleben will, wie es wohl ist ohne die Busse und Züge, die immer pünktlich fahren und wie es wäre, sich einfach mal irgendwo zuhause zu fühlen, obwohl man einige tausend Kilometer weit entfernt ist. Mich nimmt es wunder, wie es ist, plötzlich eine Sprache fliessend zu sprechen die halt nicht viele Kollegen verstehen und wie es ist, in La Boca vor den farbigen Häusern zu stehen und vielleicht den höchsten Berg Südamerikas zu sehen. Wie wird es sein, wenn die Argentinier von Maradona anfangen zu schwärmen und sich fragen, wo zur Hölle die Schweiz liegt. Wenn auf der Strasse Tango getanzt wird und die Zuschauer Maté trinken.
Wie man sieht könnte ich diese Liste noch lange weiterführen. Dieses Land fasziniert mich halt..

Nun, ich sollte afhören zu träumen und mich den Hausaufgaben widmen wie es sich gehört... Smily

PS: Warst du denn schon oft in Argentinien? Wenn ja, warum grade dort? Ist ja nicht gerade DAS Urlaubsziel für Europäer?!

Wenn du willst kannst du mir auch eine e-Mail schreiben christoph1991@hotmail.com oder wir können unsere Diskussion im Forum weiterführen.

Muchas gracias para ayudarme, Christoph

Lo mismo pienso

Wir machen es jetzt wie die anderen und reden hier im Forum weiter, vielleicht finden das ja einige so interessant, dass sie auch nach Argentinien gehen. Ich hab da 5 Jahre gelebt, an einer deutschen Schule gearbeitet, im Großraum Buenos Aires, meine Kinder sind da geboren (d.h. mein Mann und ich haben sie dort adoptiert) und jetzt gerade dort - und, ja, ich liebe dieses Land mit allen seinen Macken und dem Chaos, auch wenn das Leben dort manchmal echt anstrengend ist. Dass ich da gelebt habe, ist schon ne Weile her, aber wir haben Freunde dort und waren vor 2 Jahren das letzte Mal da.
Also zum ersten Mal bin ich hingegangen, weil ich als Lehrerin hier arbeitslos war und durch Zufall von einem Programm hörte, das Leute wie mich nach Südamerika an deutsche Schulen schickte. Ich gab Argentinien als 1. Wunsch an, weil ich Leute aus dem Land kannte und dachte, das könnte passen.
Du wirst es sicher lieben! Auch wenn du vielleicht nicht vor dem höchsten Berg stehst - da kommt man nicht so leicht hin. Aber wo die Schweiz liegt, wissen die meisten, weil die Stadt San Carlos de Bariloche (kurz: Bariloche), wohin alle Schüler, die es sich leisten können, ihre Abschlussfahrt machen, eine Art Schweizer Gründung ist (vor ca. 100 Jahren), die Gegend sieht auch nicht unähnlich aus mit den Bergen und die absolute Spezialität ist chocolate artesanal, die echt gut schmeckt und bei Mamuschka (da kaufen die Kenner) flugzeugtauglich verpackt wird.
So, muss los zu meinen Zeugniskonferenzen,
Sabine

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