vom 6.6.2006 06:54

das Gefuehl "nach Hause" zu muessen

ich habe einen tollen brief im internet gefunden, ich weiss nicht wer ihn geschrieben hat aber er spiegelt meine gefuehle fast exakt wieder, ich wette eine menge von euch auch:

A year has passed and now we stand on the brink of a returning to a world where we are surrounded by the paradox of everything and yet nothing being the same.
In one month we will reluctantly give our hugs and, fighting the tears, say goodbye to people who were once just names on a sheet of paper to return to the people we hugged and fought tears to say goodbye to, before we ever left. We will leave our best friends to return to our best friends.

We will go back to the places we came from and go back to the same things
we did last summer and every summer before.

We will come into town on that same familiar road, and although it has been months, it will seem like only yesterday.

As you walk into your old bedroom, every emotion will pass through you as you reflect on the way your life has changed and the person you have become.

You suddenly realize that things that were the most important to you a year ago, don´t seem to matter so much anymore, and the things you hold highest now, no one at home will completely understand.

Who will you call first?
What will you do your first weekend at home with your friends?
Where are you gonna work?
Who will be at the party on Saturday night?
What has everyone been up to in the past few months?
How long will be before you acctually start missing people barging in without calling or knocking?
Then you start to realize how much things have changed, and you realize the hardest part of being an exchange student is to balance the two completely different worlds you now live in, trying desperately to hold on to everything while trying to figure out what you have left behind.

We now know the meaning of true friendship.

We know who we have kept in touch with over the past year and who we hold dearest to our hearts.

We´ve left our worlds to deal with the real world.

We´ve had our hearts broken, we´ve fallen in love, we´ve helped our best friends overcome eating disorders, depression, stress, and death.
We´ve lit candles at the grotto and we´ve stayed up all night on the phone just to talk to a friend in need.
There have been times when we´ve felt so helpless being hours away from home when you know your family or friends needed you the most, and there have been times when we know we have made a difference.

One month from now we will leave.

One month from now we will take down our pictures and pack up our clothes.

No more going next door to do nothing for hours on end.

We will leave our friends whose random emails and phone calls brought us to laughter and tears this summer, and hopefully years to come.

We will take our memories and dreams and put them away for now, saving them for our return to this world.
Two months from now we will unpack our bags and have dinner with our families.
We will drive over to our best friends house to do nothing for hours on end.
We will return to the same friends whose random emails and phone calls have brought us to laughter and tears over the year.

We will unpack old dreams and memories that have been put away for the past year.

In one month we will dig deep inside to find the strength and conviction to adjust to change and still keep each other close.
And somehow, in some way find our place between these two worlds.

In one month....are you ready?

beitragabfolgen.gif Auf diesen Beitrag gibt es 7 direkte Antworten:
vom 9.6.2006 07:15

homepage

oh wirklich?? Danke danke, freut mich immer zu hoeren, wenn jemand meine hp gefaellt ZwinkerSmily
gruesse, janine

vom 11.6.2007 07:18
S. L.

in einer woche.....

hey ya'll,
bei mir gehts genau heute in einer woche zurueck, ich glaub ni das ich schon soweit bin hier alles zurueck zu lassen. gestern musste ich schon einen sehr guten freund verabschieden der mir so extrem wichtig geworden ist. ich weiss das daheim menschen sind die sich masslos auf mich freuen, und ich freu mich ja auch, aber es ist so schwer einfach sein leben hier hinter sich zu lassen und wieder von vorn anzufangen. es tut einfach so weh...

vom 8.12.2007 01:44
C. Y.

komische Gefuehle...

Bei mir ist es noch ein bisschen hin bis, ich wieder nach Hause muss/kann/darf. Vorhin habe ich eine Diskussion gelesen, in der ATS vom letzten Jahr (klingt doof) beschrieben haben, wie sie sich nach einem halben Jahr gefuehlt haben. Das hat alles so 100%-ig auf mich zugetroffen.
Ueber die Zeit hat sich die Diskussion veraendert. Ploetzlich hatten alle gute, enge Freundschaften erarbeitet und wollten nicht mehr weg.

Mir macht das Angst: Werde ich die Einzige sein, die keine engen Freundschaften schliesst? (ich hab schon Freunde hier...)
ODer wird es mir genauso gehen, dass ich ab Januar es schaffe mich so zu oeffnen, dass ich die besten Freundschaften ueberhaupt hier geschlossen habe werde?
Irgendwie macht micht das traurig.

Ich koennte hier laenger bleiben, wenn ich will.
MEinen Abschluss hier machen. Ich will eigentlich, aber ich weiss nicht, ob ich mich traue...

Ich will hier aber auch nicht mehr weg.
Ich will nicht mehr in meine alte Schule, in die alte 'Welt', in den alen Alltagstrott, weil ich Angst habe, dass dieser Alltag sich in meinen Augen zu stark veraendert haben wird - dass es genauso hart wird - vielleicht noch schlimmer- als es hier am Anfang war - und zum Teil noch immer ist.

Jetzt kommen die Weihnachtsferien. Ich hab zwar einiges vor, aber irgendwie hab ich Angst vor den Ferien.
Selbst die besten Freunde haben sich hier voneinander verabschiedet am letzten Schultag mit den Worten: 'See you enxt year'
Bedeutet das, dass man sich hier in den Ferien nicht trifft? Soll ich den ganzen Sommer daheim rumsitzen? Alleine in die Stadt gehen, sonnige Tage in der Buecherei verbringen anstatt mich mit Freunden zu treffen, die wohl alle zuhause zu sein scheinen.

Ich hatte ATS-Freunde, die auch unternehmungslustiger sind. Aber das sind Asiaten, die ueber Weihnachten nach Hause gehen - nach Asien.

Gerade haette ich am liebsten meine beste Freundin aus D-Land hier. Ich wuenschte, sie saesse auf meinem Bett, wuerde mich nerven, dass ich endlich mal gescheite Musik einlegen soll - nicht den Schrott, den ich immer hoere (-=
Dass wir uns stundenlang anschweigen, weil wir uns einfach schon alles erzaehlt haben. Dass wir zusammen ins Freibad gehen. dass wir uns gegenseitig 'aergern', Mut machen und Spass haben.

ICh weiss, dass ich mich in diesen Gedanken nicht zu sehr reinsteigern sollte, weil ich sonst Heimweh bekomme.

Aber ich will ja nicht heim...
Ich habe Angst, dass all das, wovon ich jetzt traeume, was mich die schweren Momente ueberstehen laesst, nicht mehr so sein wird, wenn ich zurueckkomme.

Ich weiss, dass ich mit meiner Freundin noch immer super auskommen werde - aber D-Land ist mehr als diese Freundin (Auch wenn es das einzige ist, was mich in D-Land halten koennte).
Soviele Leute sagen, si fuehlen sich zwei Welten verbunden, aber ich fuehle mich im Moment keiner Welt verbunden...
Es gibt so viele kleine Dinge hier, die ich mag, von denen ich weiss, dass ich sie vermissen werde - aber waere das genug um hier zu bleiben?
es gibt soviele Dinge, die D-Land fuer mich zur Heimat machen - aber wird das alles noch so sein, wenn ich zurueckkomme?
Am meisten aergert mich allerdings, dass ich noch nicht mal richtig in meiner 'neuen Welt' angekommen bin und schon wieder ueber die 'Heim'kehr nachdenke. unhappy

Rückkehr nach Deutschland

Ich habe kurz vor Ende meines Austauschjahres auch genau diesen Brief von einer Freundin als Email erhalten und damals auch echt geheult. Ich hatte mich in Kanada total wohlgefühlt, hatte ne super Gastfamilie und auch nen Freund da fiel der Abschied echt schwer. Noch bevor ich wieder zurück bin, habe ich meinen Eltern diesen Brief gefaxt um ihnen zu helfen, mich auch besser zu verstehen wenn ich zurück bin.
Als ich zurück kam, kam ich mir die ersten 2 Tage vor wie in einer anderen Welt, so ganz weit weg, aber dann war 4 Tage später der riesige 50. Geburstag von meiner Mutter mit allen Verwandten und so, da musste ich dann zum Glück alles eben nur einmal geballt erzählen und am nächsten Tag bin ich mit Freunden für ne Woche nach Prag gefahren, hab da dann auch einfach so viel neues erlebt, dass es danach dann einfacher war wieder anzukommen.
Und was ich vor allem bemerkt habe war, wer meine besten Freunde sind und vor allem wer die wahren Freunde sind. Mit meiner damaligen besten Freundin lief es dann noch ne Weile ganz gut weiter aber irgendwann war klar, da ist jetzt ein mega Unterschied zwischen uns und ich hab sie wohl mit meinen Erfahrungen eher gelangweilt. Aber da dann ja die Stufe auch neu zusammengewürfelt ist, also alle Klassen zusammen plus Realschüler (ich hab die 11 nicht nochmal gemacht) konnte ich mich dann auch recht schnell neu integrieren und auch andere Leute besser kennen lernen. Und die, die auch nach dem Austauschjahr noch wirklich zu mir hielten, die sind auch jetzt, nach dem Abi und 4 einhalb Jahre nach meiner Rückkehr immernoch meine Freunde.

Ich wollte nur allen sagen, die Angst vor der Rückkehr haben, ja es ist schwer und es tut wahnsinnig weh aber auch diese Erfahrung bringt einen weiter, ich stehe jetzt temporären Abschieden von Familie, Freund, Freunen etc. einfach gelassener gegenüber. Und Kopf hoch das klappt schon mit dem Wiedereinleben. Genießt lieber die Zeit die euch noch bleibt bis zur letzten Sekunde und wenn ihr dann im Flugzeug sitzt dann könnt ihr euch Gedanken über das Wiederankommen machen!

vom 16.4.2008 00:46

geniesse noch den rest

Geniesse noch was dir bleibt nimm Alles mit was dir in den Weg kommt sage nicht nein zu Chancen sich weiter zu entwickeln und fuers Leben zu lernen :)

Gruss Janine

Heimkehr

hallo du,
ich habe deine text gelesen und ehrlich du hast recht so wird es mir auch gehen.
ein sehr schoener text.
ciao fredi

vom 16.2.2009 20:51
J. L.

Verstehe ich

Als ich deinen Text gelesen habe, fühlte ich mich auf einmal total verstanden und gleichzeitig habe ich so eine riesige Traurigkeit gespürt.
Ich bin jetzt schon seit 2 Wochen wieder "zu Hause" in Deutschland und mir geht es schrecklich. Ich fühle mich hier so eingeschlossen und nicht zurfrieden. Meine Gastfamilie und besonders meine Freunde in Frankreich fehlen mir wahnsinnig.
Hier in Deutschland hat sich nichts verändert, außer ich. Ich war ein halbes Jahr weg und schon nach 2 Wochen habe ich das Gefühl, ich seie nie weggewesen. Hier ist alles so langweilig und es ist allesl Routine. Jedes Wochenende hängt man mit den gleichen Leuten ab, man geht zur Schule, macht seine Hausaufgaben... Im Gegensatz zu den anderen habe ich das Gefühl, mich total zu verändert zu haben. Mit meinen allerbesten Freundinnen verstehe ich mich überhaupt nicht mehr, ich bin angenervt von ihnen und gerate immer öfter mit ihnen aneinander.
Wenn ich mit meinen Freunden über diese Gefühle rede, versteht mich keiner :(

Diskussionsübersicht
6.6.2006
J9 A. USA EUROVACANCES 2005/06
das Gefuehl "nach Hause" zu muessen
9.6.2006
J9 A. USA EUROVACANCES 2005/06
14.10.2006
Nicole H. Kanada TASTE 2006/07
20.10.2006
J9 A. USA EUROVACANCES 2005/06
9.6.2007
G. P.
11.6.2007
S. L.
16.6.2007
I. A.
8.12.2007
C. Y.
5.7.2008
M. M.
16.9.2008
Fredi H. Kanada 2008/09
16.2.2009
J. L.
X Schließen
Success
Error
0.86