vom 23.10.2012 20:43
E. D.

Danke

Danke erstmal für die ausführliche Antwort...

Das mit der "Härte" habe ich auch schon bemerkt und auch der berühmte englische Humor ist, meiner Meinung nach, nicht ganz so lustig.

Also ich glaube nicht, dass ich in einer Schule für Reichere bin, sonder eher so Mittelschicht. Hier sind ziemlich viele Kinder, deren Eltern in der Armee sind.
Ich glaube, dass Problem ist, dass hier wirklich jeder jeden kennt und das schon seit vielen Jahren.

Ich werde auf jeden Fall versuchen mindestens diesen Term zu Ende zu machen und nächste Woche, wenn ich nach Hause fliege, werde ich mit meinen Elter über die ganze Situation reden und mal abwarten, was sie davon halten.

Aber wenn ich abbrechen sollte und zurück nach Deutschland gehe, kann ich ja schlecht jedem erzählen, dass ich keine Freunde gefunden habe.

Aber ich versuche es nochmal und vielleicht rufe ich mal bei der Organisation an.

Viele Grüße
Emylia

Auf diesen Beitrag gibt es eine Antwort:

Von Deinen Erfahrungen könnten vielleicht andere profitieren!

Hallo Emylia,
von Deinen Erfahrungen könnten vielleicht andere profitieren. Der "unabhängige Internatsberater" (Eigenwerbung) Peter Giersiepen schreibt:
"Englische Internate erfüllen nämlich aus deutscher Elternperspektive vor allem eine Erwartung: Disziplin und eine Beschäftigung über den gesamten Tag.
Der englische Internatsalltag hat Tradition und gilt nicht so elitär wie etwa die Schweizer Internatstradition - so jedenfalls aus deutscher Sicht. Interessanterweise haben solche Eltern meist Kinder in der 9., 10. oder 11. Klasse, die im deutschen Schulwesen nicht ausreichend das Lernen gelernt haben und aus Sicht der Eltern nachmittags zu viele Freiräume besitzen.
[...] Das allgemeine Image von Internaten bietet sich hier als relativ sichere Lösung an. Dies liegt aber weniger an den objektiven Einflussmöglichkeiten von Internaten auf junge Menschen, als an der geringen Kenntnis der Eltern über Internate und der mangelnden Reflexion über die wahren Gründe, ein Internat zu suchen. Viele Internatsleiter kämpfen mit den schier unerfüllbaren und meist unbewussten Erwartungen der Eltern."

Und an anderer Stelle:
"Leider jedoch klagen in immer noch zu vielen Internaten Eltern wie Schüler über zu viel Leerlauf sowie über zu wenig tatsächlich vorhandene Lern-, Förder- und Freizeitangebote. Dies überrascht zunächst und ist wenig bekannt. Viele Eltern schämen sich nämlich, öffentlich oder im Bekanntenkreis ihre Unzufriedenheit über das von ihnen selbst gewählte Internat zu äußern, für das sie doch schon genug Geld ausgeben."

In Deinem Satz: "Aber wenn ich abbrechen sollte und zurück nach Deutschland gehe, kann ich ja schlecht jedem erzählen, dass ich keine Freunde gefunden habe", klingt ja ähnliches an. Nach meinem Eindruck wird auf die Schwierigkeiten eines Internatsaufenthaltes in England zu wenig hingewiesen. Die betroffenen Schüler und Eltern rechnen einen Misserfolg oft sich selbst zu, der eher bestimmten Bedingungen oder Besonderheiten englischer Internate oder des Internatslebens allgemein zuzuschreiben ist. Oft wird dann aus falscher Scham geschwiegen, weil man den Spott seiner Umgebung über das "Scheitern" des Kindes/ das eigene Scheitern fürchtet.

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