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Die Redaktion

Nachgefragt: Ravina, wie war das mit deiner Bewerbung?

Ravina bewarb sich für das Austauschjahr 2014/15 bei AFS. Ausgetauscht.de fragte sie, wie die Bewerbung ablief und auf was Bewerber achten sollten.



Ausgetauscht: Du hast dich bei AFS beworben. Die Bewerbung umfasst den AFS-Bewerbungsbogen, eine "ausführliche Selbstbeschreibung" und ein Gutachten eines Lehrers. Wie lange hast du etwa gebraucht bis du alles zusammen hattest?

Zu Beginn dachte ich, dass ich es nie schaffen würde, die ganzen Zettel auszufüllen. Es waren wirklich viele Bögen auszufüllen. Ich fand es ziemlich schwierig mir Gedanken über mich selber zu machen, mich zu reflektieren, meine eigenen Dinge zu hinterfragen, aber als ich erst einmal den Anfang gefunden hatte, ging es mir leicht von der Hand. Das reine Aufschreiben und Ausformulieren hat ungefähr 3-4 Stunden gedauert. Die meiste Zeit brauchte ich für die Vorüberlegungen Smily Für das Lehrergutachten brauchte mein Lehrer ein paar Tage, weil er sich dafür auch Zeit nehmen wollte.


Ausgetauscht: Gab es bei der Bewerbung etwas, was du als besonders mühsam, schwierig empfunden hast?

Am schwierigsten fand ich den Brief auf Englisch für meine zukünftige Gastfamilie. Denn es waren 2 DIN A4 Seiten gefordert. Da ich meine Gastfamilie ja noch nicht kenne, fand ich es schwierig einfach so nur von mir, meiner Familie und meinem Leben zu schreiben.


Ausgetauscht: Was würdest du Schülern, die sich bewerben wollen für die schriftliche Bewerbung raten? Auf was sollten sie deiner Meinung nach  besonders achten, damit die Bewerbung erfolgreich ist?

Man sollte sich nicht verstellen und ehrliche Angaben machen. Auch sollte man sich nicht besser machen als man ist, nur weil man denkt, dadurch bessere Chancen zu bekommen. Denn bei den Auswahlwochenenden kann man sich dann ja auch nicht mehr verstellen.


Ausgetauscht: Wie lange hat es gedauert, bis du Bescheid bekommen hast, dass du zum Auswahlgespräch/ -wochenende eingeladen bist?

Das weiß ich leider nicht mehr genau, aber es hat nicht lange gedauert, bis ich Bescheid bekommen habe.


Ausgetauscht: Wie lief das Auswahlgespräch/ -wochenende ab?

Am 15.11.2013 hatte ich mein AFS-Auswahlwochenende in Sayda, im Forsthaus, welches mitten im Wald lag. Am Abend während meine Eltern zum Eltern-Beratungsgespräch von AFS waren, lernte ich die anderen AFSler kennen. Wir freundeten uns alle schnell an und hatten viel Spaß bei all den Spielen zum Kennenlernen, denn die waren wirklich lustig und wir hatten viel zu lachen.
Später wurden wir in Gruppen eingeteilt und mussten "unsere Gegenstände" vorstellen. Wir sollten nämlich einen Gegenstand mitbringen, der uns charakterisiert. Ich treibe gerne Sport und spiele Basketball, daher hatte ich meine Turnschuhe mit.

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Unser Traumhaus (ganz in seinen Anfängen)
Danach folgte eine weitere Gruppenaufgabe, die wieder sehr lustig war - denn es ging um die Gestaltung unseres Traumhauses. Auch am nächsten Tag gab es Diskussionen und weitere Spiele. Insgesamt gab es viel zu lachen, aber auch viel zum nachdenken und in sich gehen.
Natürlich gab es auch bei unserem Auswahlwochenende die bekannten "Energizer", bei denen man bei AFS nicht vorbei kommt. Das sind lustige Spiele zum wach und munter werden. Klar wir kamen uns am Anfang ein wenig komisch vor, aber man gewöhnt sich dran und danach macht es einfach nur Spaß.

Wie kann man die anderen Bewerber besser kennenlernen? Natürlich bei einer Talentshow, es gab die unterschiedlichsten Vorstellungen: Sänger, Tänzer, aber auch Origami Künstler und Jonglierer. Ein weiteres Highlight an dem Abend war die Fotoshow der Betreuer, denn sie haben uns Bilder von ihrem Austauschjahr gezeigt und über ihre Erfahrungen gesprochen. Ich fand es ziemlich aufregend, denn so konnte man sich einen kleinen Eindruck über die verschiedenen Länder verschaffen. Ich fand es sehr spannend zu erfahren, wie die Betreuer in ihrem Land zurechtkamen. Wir gingen auch erst um Mitternacht ins Bett, weil wir uns noch so lange mit den Betreuern unterhalten und Fragen gestellt haben.

Am nächsten Tag ging es leider schon wieder nach Hause. Der Abschied fiel uns allen erstaunlich schwer. Die Zeit war viel zu schnell vorbei gegangen. Es war ein anstrengendes und spaßiges Wochenende, an dem ich viele neue Leute kennen gelernt und Freundschaften geschlossen habe. Am Ende haben wir uns gegenseitig gewünscht, dass jeder weiter kommt und es war nichts vom Konkurrenzkampf zu spüren.


Ausgetauscht: Hast du für angehende Austauschschüler Tipps für das Auswahlwochenende?

Sich nicht im voraus schon so viele Gedanken zu machen, denn es kommt ja sowieso wie es kommen muss. Es ist wichtig offen auf die anderen zuzugehen und sich nicht als Konkurrenten zu sehen.


Ausgetauscht: Gibt es Schüler, die es von deinem Auswahlwochenende nicht ins Programm geschafft haben? Was haben die AFS-Mitarbeiter euch als  Auswahlkriterien genannt? Auf was legt AFS bei der Auswahl wert?

Da ich noch mit vielen in Kontakt geblieben bin, weiß ich, dass es nicht alle ins Programm geschafft haben. Es gab keine konkreten Kriterien, aber es wird Wert auf Offenheit und Kontaktfreudigkeit gelegt. In eine Gastfamilie wird man leichter vermittelt, wenn man nicht raucht, Vegetarier ist oder Allergien hat. Aber das spielt bei der Auswahl erstmal keine Rolle.


Wer wissen will, wie es Ravina bei ihrer Vorbereitung auf das Austauschjahr ergangen ist und wie sie ihr Austauschjahr verlebt, kann ihren Blog besuchen: http://ravina-has-a-dream.de

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