Wenn die Betreuerin die gute Freundin der Gastmutter ist.

Mein Kind verbringt sein Austauschjahr in den USA und hat von Beginn an große Probleme in der Gastfamilie. Nun ist seine Betreuerin die beste Freundin der Gastmutter. Wie kann das sein und wie soll man sich hier am besten verhalten? Mein Kind hat kein Vertrauen seine Probleme der Betreuerin anzuvertrauen und auch ich fürchte, dass die Schwierigkeiten in der Familie dann noch größer werden.



Diese Frage wird wirklich sehr häufig gestellt, sodass wir auf der Vorbereitung mit Eltern und Schülern ausführlich darauf eingehen. Als Betreuer muss man vor Ort gut vernetzt sein, um geeignete Gastfamilien zu vermitteln. Betreuer wenden sich gern an Menschen, die sie bereits kennen: An Nachbarn, Arbeitskollegen, Eltern von Freunden der eigenen Kinder, Mitglieder der Kirchengemeinde usw. Ein Betreuer weiß dadurch schon mehr über eine Gastfamilie bevor er sie guten Gewissens für die Aufnahme empfiehlt. Gleichzeitig werden alle Betreuer für ihre verantwortungsvolle Aufgabe von den Austauschorganisationen geschult und lernen, wie sie im Konfliktfall objektiv auf die Familie und den Schüler zugehen. In vielen Ländern ist auch die Begrüßung von Menschen, die man nicht als seine engsten Freunde bezeichnen würde, offener und herzlicher. Auch das wird ein Austauschschüler nach einiger Zeit vor Ort besser einschätzen lernen.

SABINE STEDTFELD - TEAMLEITERIN SCHÜLERAUSTAUSCH WELTWEIT, EXPERIMENT e.V.



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