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CORONA - Schüleraustausch und Sprachreisen

+++ Was Schüler und Eltern wissen müssen +++

(Stand 29.03.2021)


Die Infektionszahlen steigen wieder. Was heißt das für den Schüleraustausch? Ist ein Auslandsjahr trotz Pandemie in 2021/22 möglich?

In Brasilien, Frankreich und vielen anderen Ländern sind die Infektionszahlen in den letzten Wochen aufgrund der neuen Mutationen B.1.1.7 und P.1 rasant gestiegen. In Afrika wurde eine neue Corona-Variante entdeckt. Deutschland befindet sich zu Beginn der dritten Welle und noch ist nicht absehbar wie diese sich entwickelt. Auch wenn 2021/22 ein Austauschjahr in vielen Ländern möglich sein wird, muss mit Einschränkungen gerechnet werden: Quarantänemaßnahmen, zeitweises Homeschooling und Ausgangsbeschränkungen werden sicherlich vielerorts das Austauschjahr prägen. Wie sich ein solches Jahr dennoch positiv angehen lässt, erzählt Carl. Er absolvierte sein Austauschjahr in Spanien als dieses von der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 erfasst wurde.

Alle, die einen Auslandsaufenthalt innerhalb der nächsten 12 Monate antreten möchten, müssen sich vorab folgende schwierigen Fragen stellen:

  • Kann ein solcher Aufenthalt in meinem Wunschland verwirklicht werden?
  • Nehme ich das Risiko einer möglichen kurzfristigen Programmabsage in Kauf und plane trotz Covid-19 meinen Auslandsaufenthalt?
  • Akzeptiere ich coronabedingte Einschränkungen (z.B. zeitweises Homeschooling & Ausgangsbeschränkungen, Quarantänemaßnahmen bei der Einreise)?
Grundsätzlich gelten für die Planung eines Austauschjahres unsere bereits für das Jahr 2020 gegebenen Hinweise. Ob der geplante Auslandsaufenthalt angetreten werden kann, hängt von den aktuellen Infektionszahlen, aber auch vom Anbieter ab:
  • Anbieter: Bereits zu Beginn der Pandemie reagierten die Austauschorganisationen sehr unterschiedlich. Einige entschieden sich dafür, sämtliche Austauschprogramme abzubrechen und alle Austauschschüler mit einer Rückholaktion wieder nach Deutschland zu bringen. Andere Austauschorganisationen reagierten einzelfallbezogen. Die Austauschschüler konnten, mussten aber nicht das Programm abbrechen. Es ist anzunehmen, dass auch zukünftig die Reaktionen auf bestimmte Pandemieentwicklungen unterschiedlich sein werden. Einige Anbieter werden Programme eher vollständig absagen und andere mit Absagen verhaltener reagieren. Fragen Sie bei ihrem Anbieter nach! Unter welchen Bedingungen ist ein Austausch möglich? Wie wird entschieden, ob ein Programm stattfindet oder abgesagt wird? Wird nach aktuellen Reisewarnungen entschieden oder gibt es weitere Kriterien? Wie wird reagiert, wenn während eines Auslandsaufenthaltes Infektionszahlen wieder dramatisch ansteigen?
  • Infektionszahlen: Ist die Ausbreitung von Covid-19 in den Ländern gut eingedämmt, ist die Einreise und der Antritt des Austauschjahres problemlos möglich. Für Länder mit hohen und rasant steigenden Infektionszahlen werden aber auch zukünftig Einreisebeschränkungen ausgesprochen. Schlimmstenfalls bleibt es ungewiss, ob der gebuchte Auslandsaufenthalt pünktlich angetreten werden kann.

    Wichtig zu wissen ist, dass mit Aussprache einer Reisewarnung ein kostenfreies Reiserücktrittsrecht besteht und bereits gezahlte Gelder vom Austauschanbieter rückerstattet werden müssen!

    Wer einen Auslandsaufenthalt gebucht hat, der steht aktuell sicher im engen Kontakt mit seinem Anbieter. Der unabhängige Beratungsdienst ABI e.V. rät, sofern der Auslandsaufenthalt nicht pünktlich angetreten werden kann, notfalls eine Umbuchung vorzunehmen (z.B. Zeitraum verschieben, Land ändern) oder vom kostenfreien Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen. Letzteres ist aber nicht zu jedem Zeitpunkt möglich, sondern nur kurz vor dem tatsächlichen Reisetermin!

    Alle, die 2021/22 ins Austauschjahr starten möchten, tun also gut daran, die Situation im Gastland genau zu verfolgen. Wahrscheinlich lässt sich folgende Regel aufstellen: gibt es stark steigende Neuinfektionszahlen, die sich über weite Gebiete erstrecken, so ist der Start ins Austauschjahr in den nächsten 3 Monaten ggf. nicht möglich oder zumindest erschwert. Wichtige Hinweise rund um Covid-19 und die Folgen für Reisende gibt die Website des Auswärtigen Amts. Hier findet sich eine vollständige Länderliste mit Infos zu aktuellen Einreisestopps und Einreisebestimmungen. IATA News bietet ebenfalls eine stets aktualisierte Übersicht.

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